0:3-Auswärtssieg in Lohauserholz für SV Hilbeck

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Nach dem Spiel waren alle zufrieden: Hilbecks Philipp Sterhoff (links), der weiter vom Aufstieg träumen darf, und Hölzkens Kevin Feldhaus, der mit seinem Team trotz der Niederlage bereits vorzeitig den Klassenerhalt feiern durfte.

HAMM - Trotz einer 0:3 (0:0)-Niederlage gegen SV Hilbeck sicherte sich der TuS Germania Lohauserholz den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Dagegen muss Spitzenreiter Hilbeck seine Aufstiegsfeier verschieben, da sich der Tabellenzweite Vorwärts Ahlen mit 4:3 beim SV Neubeckum durchsetzte.

„Der Sieg von Hilbeck ist hoch verdient. Sie waren von der Spielanlage besser“, befand Germanias Co-Trainer Rainer Franke. Aber bei uns überwiegt jetzt die Freude. Die Mannschaft wurde als Absteiger Nummer eins gehandelt und hat alles dafür getan, um die Liga zu halten. Daher muss ich meinem Team ein großes Kompliment aussprechen.“

Personell sah es bei den Gastgebern wie in den vergangenen Wochen nicht gut aus. Vitali Schlund und Andre Bockelbrink mussten auf die ungewohnten Innenverteidigerpositionen rücken, wodurch die Abstimmung in der gesamten Hintermannschaft oft nicht stimmte. Schnell kamen die Schwarz-Gelben zu ersten Chancen durch einen Kopfball von Sascha Eckert (1.) und einen Schuss von Andreas Neumann (2.). Hilbecks Spiel war deutlich strukturierter, doch zwischen hochkarätigen Chancen immer wieder von minutenlangem Leerlauf geprägt. Der TuS Lohauserholz konnte sich das Leder in der Viererkette ungehindert zuspielen, ohne vom Aufstiegsaspiranten ernsthaft unter Druck gesetzt zu werden. Doch die langen Pässe, mit denen das dichte Mittelfeld überbrückt werden sollte, fanden keinen Abnehmer.

Nach einem sehenswerten Schuss aus der Drehung von Philipp Sterthoff (18.) hatte Sascha Eckert die Riesenchance zum 0:1 auf dem Fuß, traf nach einem Abstimmungsproblem in der TuS-Defensive jedoch aus sechs Metern nicht ins leere Tor (23.). Zehn Minuten vor der Pause war es erneut Eckert, dessen abgefälschter Schuss nur am Pfosten landete und kurz vor dem Halbzeitpfiff lenkte TuS-Schlussmann Thomas Goeke eine Direktabnahme von Lino Köhler mit den Fingerspitzen ans Aluminium (45.). „Bei uns war die Fehlpassquote zu hoch. Wir haben die Bälle zu einfach wieder hergegeben anstatt sie einmal länger in den eigenen Reihen zu halten“, ärgerte sich Rainer Franke über die Probleme im Aufbauspiel.

Glück der Gastgeber schnell aufgebraucht

Auch nach dem Kabinengang war die Chancenverwertung das große Manko beim SV Hilbeck, denn Neumann (48.) und Eckert (49.) vergaben beste Möglichkeiten. Nach einer Stunde war das Glück des TuS Lohauserholz dann aber aufgebraucht, als Sascha Eckert nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus das 0:1 markierte.

Ein Aufbäumen war beim TuS nach dem Rückstand nicht zu spüren, auch, weil die personellen Alternativen fehlten. Mit Raffael Wichert und Timo Schröer wurden zwei Aktive eingewechselt, denen es nach Verletzungspausen noch an Spielpraxis mangelt (65.). Stattdessen wuchs der Frust bei Felix Hennig, der nach einer Ohrfeige gegen Marcel Renninghoff mit einer Gelben Karte gut bedient war (74.).

In der Schlussphase sorgte Hilbeck für die Entscheidung. Lino Köhler nach Vorarbeit von Andreas Neumann (81.) und Kai Luig nach Freistoß von Marcel Renninghoff (85.) machten den 0:3-Auswärtssieg perfekt. - St

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