Nach 20 Jahren zurück in der Landesliga

SV Hilbeck nach 8:0-Sieg gegen SV Drensteinfurt Meister

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Auf allen Vieren in die Landesliga: Torwart-Oldie Werner Kaiser, der kurzfristig für den verletzten Timo Pfirrmann zwischen die Pfosten rückte, führt die Meister-Raupe an.

HILBECK - Gerade erst 44 Minuten waren am Sonntag im Willi-Hafer-Stadion gespielt, als ein Teil der etwa 150 Fans begann eins großes Transparent hinter dem Tor von Keeper Werner Kaiser aufzuhängen: „Landesliga – Hilbeck ist dabei!“, prangte in dicken schwarzen Lettern auf gelbem Grund.

Von Markus Wilczek

Zu diesem Zeitpunkt führte der SV Hilbeck im vorletzten Bezirksliga-Saisonspiel gegen den SV Drensteinfurt mit 5:0. Am Ende fegten die Werler Vorstädter den Vierten der Rückrundentabelle mit einem meisterhaften Auftritt sogar mit 8:0 vom Rasen und machten Platz eins und den Aufstieg in die Landesliga perfekt. Und das ziemlich genau 20 Jahre nach dem Abstieg im Sommer 1994.

„Die Jungs waren vor dem Spiel mega-nervös und auch ich habe in der Nacht ganz schlecht geschlafen“, sagte Trainer Alf Dambrowsky. Mit Anpfiff war bei den Schwarz-Gelben davon aber überhaupt nichts mehr zu sehen. Die Gastgeber liefen wie aufgezogen jedem Ball hinterher und kombinierten teilweise mindestens schon auf Landesliga-Niveau, so dass die ersatzgeschwächten Drensteinfurter hoffnungslos überfordert waren und nie einen Zugriff auf die äußerst einseitige Begegnung bekamen.

„Die erste Hälfte war die wohl beste unserer ganzen Saison. Ich bin extrem stolz auf die Jungs“, sagte selbst Dambrowsky beeindruckt. Nachdem Diers und Eckert mit ihren Schussversuchen noch am starken Schnapper Stratmann gescheitert waren, brach Dominik Koch nach einer Viertelstunde den Bann. Eine Flanke des gestern wieder extrem lauffreudigen Daniels Diers wuchtete der aufgerückte Innenverteidiger zur Führung in die Maschen.

Vier Minuten später tauchte Drensteinfurt das einzige Mal an diesem Sonntag gefährlich vor dem Hilbecker Tor auf, hätte in dieser Szene allerdings den Ausgleich markieren müssen. Doch Logermann jagte das Leder aus sieben Metern nur Richtung Fangzaun. Der SVH zeigte sich davon völlig unbeeindruckt und entschied das Spiel in den nächsten Minuten durch Tore von Siepmann und Sterthoff (2) zum 4:0 und mit teilweise traumhaften Kombinationen.

Sascha Eckert erhöhte noch vor der Pause auf 5:0 (44.) und auch in Hälfte zwei verzichtete der SVH zunächst darauf bereits in den Feiermodus überzugehen. Erst nachdem Lino Köhler (47.), Philipp Witte (68.) und erneut Sterthoff (72.) auf 8:0 gestellt hatten, wurden eiligst Meister-T-Shirts und Kaltgetränke aus der Kabine geholt.

Das erste „Opfer“ der wilden Meisterparty nach dem Schlusspfiff war Trainer Dambrowsky, der in bester Pep-Guardiola-Manier aber alle Bierduschen seiner Schützlinge tapfer über sich ergehen ließ. „Ich bin bestens vorbereitet, habe Ersatz-Klamotten dabei“, schmunzelte der Meistercoach.

Nachdem auch Vorsitzender Karl Niggemann und Fußball-Abteilungsleiter Dirk Möller ordentlich geduscht worden waren, ging die schwarz-gelbe Jubelparty bis tief in die Nacht weiter. „Schließlich haben wir am Montag nahezu alle frei“, versprach Kapitän Marcel Renninghoff auch in der dritten Halbzeit viel Stehvermögen.

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