SVF Herringen verliert 1:4 gegen Westfalia Soest

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Eine Halbzeit lang agierte Lukas Hulboj als Sturmspitze, dann kehrte er in die Innenverteidigung zurück.

HAMM - Der Schlusspfiff war eine kleine Erlösung. Weil er für den SVF Herringen eine Spielzeit beendete, in der das Team von der Schachtstraße mit Ach und Krach den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga geschafft hatte. Und weil mit ihm eine Partie abgeschlossen wurde, in der der SVF chancenlos gewesen war, eine satte 1:4 (0:3)-Niederlage gegen Westfalia Soest kassiert hatte.

„Wir sind froh, dass die Saison vorbei ist“, sagte Interimstrainer Erwin Faros. „Es ist gut, dass wir aus eigener Kraft drin geblieben sind. Jetzt war der Druck etwas raus.“

Was von Beginn an deutlich wurde. Während die Herringer überhaupt nicht ins Spiel fanden, waren die Gäste, für die es ebenfalls um nichts mehr ging, sehr engagiert. Die Westfalia war besser organisiert, zweikampf- und spielstärker, kurzum: deutlich präsenter. Und hatte in Bünyamin Tas einen ständigen Unruheherd, der die SVF-Abwehr immer wieder vor Probleme stellte. Zumal in der Innenverteidigung mit Lukas Hulboj ein Stabilisator fehlte, der in den ersten 45 Minuten als Sturmspitze agierte, ehe das Experiment zur Halbzeit beendet wurde. „Der Schuss ging nach hinten los“, konstatierte Faros.

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Erstmals schlug Tas nach einer Ecke aus kurzer Distanz zu (4.), nachdem nur wenige Sekunden zuvor Marvin Krause einen Schuss des Soester Stürmers kurz vor der Linie entschärft hatte. Wie leicht die Herringer den Gästen das Toreschießen machten, wurde bei den zwei weiteren Treffern von Tas deutlich (39., 58.), als er jeweils nach Vorarbeit von Rene Diasonama freistehend aus kurzer Distanz einschoss. Dazwischen lag das 0:3, das ebenfalls symptomatisch war: Während der SVF noch mit dem schwachen Schiedsrichter Florian Alexander Meer, der bei mancher Hand- und Abseitsentscheidung daneben lag, über einen Freistoß-Pfiff debattierte, nutzten die Soester die Unordnung. Kevin Nicolai traf per Schuss ins lange Eck (45.). „Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Aber die Niederlage ärgert mich schon ein bisschen. Ich hätte mir einen besseren Saisonabschluss gewünscht“, sagte Faros. „Wir haben träge gewirkt, die Soester waren immer einen Schritt schneller.“

Allerdings nicht, als Philip Grzesch mit einer feinen Aktion für Ergebniskosmetik sorgte (61.). Zwar hätten die Gastgeber das Resultat in den Schlussminuten noch etwas freundlicher gestalten können, hatten aber eher Glück, dass ihr letzter Auftritt in dieser Saison nicht mit einem Debakel endete. Denn die besseren Chancen hatte weiter die Westfalia, wie bei einem Pfosten-Kopfball von Maximilian Brenk (87.). „Gegen Soest tun wir uns immer schwer“, meinte Faros und ergänzte erleichtert: „Es war gut, dass wir das Ganze schon letzte Woche entschieden haben.“ - fh

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