Deutliches Zeichen gesetzt

Herringens Trainer Fiebig nach 0:0 gegen Hölzken zufrieden

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HAMM - Es war ein Bezirksliga-Ortsderby, das in erster Linie von der Spannung lebte. Torchancen waren Mangelware. Und zumindest Herringens Trainer Reiner Fiebig war nach dem 0:0 gegen den TuS Germania Lohauserholz zufrieden.

Von Peter Schwennecker  

„Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben mit dem letzten Aufgebot verdient einen Punkt erkämpft und ein deutliches Zeichen gesetzt, dass wir uns längst noch nicht aufgegeben haben“, erklärte der SVF-Coach nach dem Schlusspfiff. „Jetzt müssen wir aber am nächsten Wochenende in Sassenberg nachlegen.“ Der VfL nimmt derzeit mit Rang 13 jenen Platz ein, den die Herringer gerne am Saisonende hätten. Mit der Einstellung vom Sonntag müsste das zu schaffen sein, zumal die personellen Voraussetzungen besser werden.

Auch „Hölzkens“ Trainer Michael Scheffler gratulierte seinem Kollegen zum gerechten Unentschieden. „Wir haben während der gesamten Partie nicht den Schlüssel gefunden, um diese kompakte Herringer Defensive zu überwinden. Mehr hatten wir deshalb heute auch nicht verdient“, erklärte der Gäste-Coach, der nur im ersten Durchgang zwei gute Möglichkeiten für seine zwar optisch überlegene, aber im Angriff wenig ideenreich agierende Mannschaft sah. Nach 18 Minuten scheiterte Daniel Riemer aus etwas spitzem Winkel an Herringens Schlussmann Thomas Olbrich, dann traf Timo Hilse mit einem Schuss aus der Drehung lediglich den rechten Pfosten des SVF-Tores. Auf der Gegenseite wurde TuS-Torhüter Henrik Fickermann bis zum Seitenwechsel nicht einmal geprüft. Der Tabellenletzte beschränkte sich in erster Linie auf seine Defensivarbeit, und das mit Nachdruck.

Nach dem Seitenwechsel hatten die „Hölzkener“ dann sogar eine echte Schrecksekunde zu überstehen. Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr der Germanen tauchte plötzlich Oliver Jahncke allein vor dem TuS-Tor auf. Etwas lässig kickte er den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei. „Oliver hat in dieser Phase wohl doch noch sein Hölzkener Herz gezeigt“, flachste Gäste-Trainer Scheffler nach der Partie. Er konnte mit der Leistung seiner Mannschaft auch nach der Pause nicht zufrieden sein. Lohauserholz hatte weiter mehr Ballbesitz, spielte aber ohne jegliches Tempo, so dass sich die Herringer Defensive immer wieder formieren konnte. Und in kämpferischer Hinsicht holten die stark ersatzgeschwächten Gastgeber an diesem Tag alles aus sich heraus, was man vom TuS nicht behaupten konnte.

So darf SVF-Trainer Reiner Fiebig den kommenden Wochen wieder etwas zuversichtlicher entgegensehen. In Sassenberg werden die am Wochenende gelbgesperrten Thomas Wilczek, Nico Schiller und Jan-Philipp Faros wieder dabei sein. Zudem ist in Sassenberg auch erstmals Neuzugang Rene Guboff spielberechtigt.

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