SVF Herringen kassiert 1:6-Pleite mit Rumpfteam

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Betretene Miene: SVF-Trainer Reiner Fiebig kassierte mit seinem Team in Liesborn eine bittere 1:6-Pleite.

LIESBORN - Es war eine derbe Packung. Und das gegen eine Mannschaft, die ebenfalls im unteren Tabellendrittel der Bezirksliga steht. „Wir können im Moment nichts machen“, meinte Reiner Fiebig, Trainer des SVF Herringen, nach der 1:6 (1:1)-Pleite seiner Mannschaft bei Westfalen Liesborn.

„Wenn so viele Leute ausfallen wie derzeit, dann haben wir keinen gleichwertigen Ersatz, dann sind wir nicht konkurrenzfähig. Der Kader ist einfach zu klein.“ Die großen Personalprobleme verschärften sich kurzfristig weiter, weil Nico Schiller nachträglich für vier Wochen gesperrt worden ist. Der Mittelfeldakteur hatte sich nach seiner Gelb-Roten Karte in der Kreispokalpartie beim BSV Heeren (3:5) noch zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen lassen. Die hatte der Unparteiische Max Conrad in den Spielbericht eingetragen, eine schriftliche Anhörung folgte – und nun das Urteil, dessen Höhe bei Fiebig auf wenig Verständnis stößt und gegen das der SVF Protest einlegen wird.

In Liesborn machte sich die dünne Personaldecke – einige Akteure laufen derzeit noch dazu angeschlagen auf – mit zunehmendem Spielverlauf bemerkbar. Die Gäste starteten stark, hatten durch Thomas Wilczek früh zwei Großchancen, darunter einen Schuss gegen den Innenpfosten. Im dritten Anlauf erzielte er das verdiente 0:1 (25.). Doch dann „schlagen wir uns wieder selbst und kassieren zum Teil dumme Tore“, so Fiebig. Zögerliches Zweikampfverhalten begünstigen die Gegentreffer von Frederik Holtmann (39.) und Kai Lienenklaus (52.). Den von Igor Braun verschuldeten Foulelfmeter verwandelte Jürgen Fahnenstiel (59.). Danach verließen den SVF die Kraft und der Glaube an eine Wende. „Wir“, sagte Fiebig, „dürfen trotz allem nicht so einbrechen.“ Mario Pejic (75., Handelfmeter), Johannes Drees (78.) und Roman Nölle (89.) machten das halbe Dutzend voll. - fh

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