Herringen gewinnt Derby gegen Bockum-Hövel

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Schlusslicht SVF Herringen feierte einen 2:1-Erfolg gegen die SG Bockum-Hövel.

HAMM - „Das war kein gutes Bezirksligaspiel“, erklärte Reiner Fiebig, Trainer des SVF Herringen, und war sich mit seinem Trainerkollegen Markus Matzelle von der SG Bockum-Hövel einig. In einem Derby, das Freundschaftsspielcharakter besaß, freuten sich die Fortunen am Ende dennoch über einen 2:1 (1:0)-Sieg.

„Wir wollten gut verteidigen und schnell umschalten. Das ist uns teilweise gut gelungen. Schade, dass es für uns jetzt um nichts mehr geht“, so der Coach des Tabellenletzten. Vor allem in der ersten Halbzeit merkte man der Partie deutlich an, dass die Herringer den Abstieg nur noch theoretisch abwenden können und die Bockum-Höveler sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle etabliert haben. Auf beiden Seiten fehlte nach der Balleroberung das Tempo im Spiel nach vorne, so dass sich die gegnerischen Abwehrreihen problemlos formieren konnten. Für die SG versuchte es Bünyamin Uysal mit einigen Distanzschüssen (12., 20.), die jedoch nicht auf das Tor von SVF-Keeper Thomas Olbrich kamen. Mit ihrer ersten klar herausgespielten Chance gingen die Gastgeber in der 23. Minute in Führung. Henning Kastilan leitete zunächst mit einem öffnenden Pass auf Marvin Nuß einen Konter ein. Zwar scheiterte Nuß mit seinem Abschluss am Pfosten, doch den Abpraller legte Thomas Wilczek für den einschussbereit lauernden Oliver Jahncke auf.

„Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Wir hatten mehr Ballbesitz, aber Torchancen waren Mangelware“, resümierte Matzelle.

Vor gut 100 Zuschauern an der Schachtstraße kamen die Rot-Schwarzen mit mehr Schwung aus der Pause. Bockum-Hövel stellte auf ein 4-4-2-System um und beorderte Daniel Wieland als zweite Spitze in den Sturm. Die SG drängte nun auf den Ausgleich, und Marc-Andre Wohlrath verpasste nach einem Freistoß von Markus Löwen (46.) sowie nach einer präzisen Flanke von Dustin Ihl (54.) das 1:1. Die Herringer ließen die Gäste nun kommen und überbrückten das Mittelfeld vor allem mit langen Pässen auf Jahncke und Wilczek, doch Torgefahr entstand daraus nicht. Stattdessen brachte auf der anderen Seite Daniel Wieland das Leder nach einem Freistoß von Markus Löwen volley im Herringer Kasten unter (70.).

Die Freude bei den Bockum-Hövelern währte nicht lange. Coskun Hizarci wurde am SG-Strafraum sträflich allein gelassen und traf mit einem platzierten Flachschuss zum 2:1 (73.). Dem Tabellensiebten fehlten in der Schlussphase die Ideen, um die Herringer Defensive noch einmal zu knacken, weil die Offensivaktionen zu behäbig, ohne Tempo und Präzision und mit zu vielen Stockfehlern im Kombinationsspiel vorgetragen wurden. „Wir hatten keine Durchschlagskraft und waren im Torabschluss desolat. Das ist halt so, wenn man eigentlich ohne Stürmer spielt“, sprach Matzelle die verletzten Offensivkräfte Simon Schroth und Dominik Orlowski an. „In der zweiten Hälfte waren wir klar spielbestimmend, wurden aber sträflich ausgekontert.“ - St

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