SVF Herringen bezwingt Schlusslicht Neubeckum mit 4:1

+
Doppeltorschütze: Thomas Wilczek traf zweimal gegen den SV Neubeckum.

HAMM - Die Szene vor dem Anstoß war symbolisch. Als sich die Spieler des SVF Herringen fünf Minuten vor Beginn der Bezirksliga-Partie gegen den SV Neubeckum zum obligatorischen Kreis versammelten, musste Ergänzungsspieler Thanuyen Markandesar erst noch einmal in die Kabine.

Geduldig warteten die Mitspieler auf ihren Kollegen – ehe sie sich gemeinsam mit ihm für die folgende Partie einschworen. 90 Minuten später stand ein deutlicher 4:1 (2:1)-Erfolg der Herringer auf dem Spielberichtsbogen.

Zehn Punkte in den vergangenen vier Spielen lassen die Akteure und Verantwortlichen des SVF optimistisch in die Zukunft blicken. So optimistisch, dass Interimscoach Erwin Faros die Chance seines Teams auf den Klassenerhalt nach Spielschluss mit „90 Prozent“ bezifferte: „Vor vier Wochen sah es ja noch nicht ganz so gut für uns aus“, sagte Faros. „Aber die Jungs haben super gekämpft. Die erste Halbzeit war zwar noch schwierig – da haben wir 20, 25 Minuten lang unkonzentriert gespielt. Aber das haben wir in der Pause angesprochen. Und mit der zweiten Halbzeit war ich hochzufrieden.“

Herringen begann im Vergleich zur Vorwoche mit Matthias Köhnke auf der linken Abwehrseite für den angeschlagenen Marvin Nuß. Marvin Herkt rückte dafür in die Mannschaft und übernahm den zweiten Innenverteidigerposten neben Lukas Hulboj. Und die Gastgeber, die nach dem Erfolg zwar noch immer nur einen Rang, dafür aber fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen stehen, erwischten den perfekten Start. Denn die erste Minute war noch nicht ganz abgelaufen, da drehte Thomas Wilczek bereits jubelnd ab. Nach einem Pass von Nico Schiller hatte die einzige SVF-Spitze ihren Gegenspieler im Sprintduell stehen lassen, Torhüter Dominik Fengler umkurvt und den Ball sicher zum 1:0 ins leere Tor eingeschoben. Die nötige Sicherheit brachte das aber noch nicht. Im Gegenteil. Fortan tat sich die Truppe schwer im Spielaufbau, „weil von der ersten Minute an das Spiel machen mussten“, sagte Kapitän Sebastian Hrubesch. „Das war in den Partien davor nicht so der Fall. Daher haben wir uns ein bisschen schwer getan, anfangs. Aber in der zweiten Halbzeit war es eine ganz klare Sache.“

Bis es soweit war, musste der SVF zunächst einen 20-Meter-Schuss von Christian Gurtsching überstehen (12.) und 15 Minuten später gar den Ausgleich des bis dahin engagiert auftretenden Tabellenletzten durch Hans Walmann hinnehmen, der mit dem Kopf erfolgreich war. Ein Kopfball von Wilczek auf der einen (35.) und ein Freistoß von Vincenzo Caterisano auf der anderen Seite (40.) waren bis zum Ende der regulären Spielzeit des ersten Durchgangs die einzigen weiteren nennenswerten Möglichkeiten einer ausgeglichenen Partie. Dann fasste sich Wilczek ein Herz und drosch den Ball aus 20 Metern in die Maschen (45.+2) – und ebnete damit den Weg für den Dreier.

Denn nach der Pause spielte Herringen wie befreit auf. Zwar zielte Matthäus Paracz noch aus kurzer Distanz über das Tor (46.), doch vier Minuten später war der lange Hulboj nach einer Ecke mit dem Kopf zum 3:1 zur Stelle – ein beruhigender Vorsprung. Der SVF spielte danach befreit auf, erarbeitete sich noch zahlreiche weitere gute Einschussmöglichkeiten, doch Wilczek (58.), der eingewechselte Marius Michler (64., Pfosten) und Köhnke (73.), um nur die größten zu nennen, scheiterten, ehe Schiller mit dem 4:1 den Schlusspunkt setzte (82.). - güna

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare