SVE nach 0:3 gegen Sassenberg geschockt

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Eine 0:3-Niederlage kassierte der SVE gegen Sassenberg.

Hamm - Trainer Marian Christel war nach dem 0:3 (0:1) des Bezirksliga-Schlusslichts SVE Heessen gegen den VfL Sassenberg angesichts der desolaten Vorstellung seiner Mannschaft vor 60 Zuschauern auf dem Sportplatz Am Busch sichtlich geschockt.

Er kauerte auch Minuten nach dem Schlusspfiff auf der Bank und sah sich nicht in der Lage, einen Kommentar zur schwachen Leistung seiner Mannschaft abzugeben. Dafür sprang sein Assistent Frank Sadowsky ein. „Wenn man da unten rauskommen will, ist das einfach zu wenig. Wir hatten zuvor klar und deutlich gesagt, dass wir erst über den Kampf ins Spiel finden müssen. Doch wenn vier oder fünf Leute da nicht mitziehen, dann passiert auch in spielerischer Hinsicht nichts.“

Tatsächlich mussten die Heessener am Ende froh sein, dass die Sassenberger nur einen Teil ihrer klarsten Chancen nutzten und der SVE mit dem Ergebnis deshalb recht gut bedient war. In der gesamten Partie schossen die Gastgeber nur einmal gefährlich auf das Tor des VfL. Bünyamin Uysal verfehlte nach 53. Minuten mit einem Distanzversuch das Gästetor nur knapp.

Da galt auch nicht als Entschuldigung, dass der ohnehin personell arg gebeutelte SVE kurzfristig neben den Langzeitverletzten auch noch auf Lothar Schendzielorz, der kurz vor dem Anpfiff über Übelkeit klagte, verzichten musste. Nach einer halben Stunde zog sich zudem Marian Gutsche bei einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Sassenberger eine Platzwunde am Kopf zu, musste wegen des Verdachts auf Gehirnerschütterung sogar ins Krankenhaus gefahren werden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Sassenberger eigentlich bereits führen müssen. Nach fünf Minuten kam Artur Sperle nach einer Rechtsflanke völlig unbedrängt zum Kopfball, drückte das Leder aber mit der Stirn knapp am linken Pfosten vorbei. Beim Tabellenletzten lief nach vorn überhaupt nichts. Zahlreiche Fehlpässe im Aufbau erstickten jeden Angriffsversuch schon im Keim. Auch der VfL überzeugte nicht, kam aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur längst fälligen Führung. Nach einer Ecke von Tobias Ketteler drückte Stefan Wortmann den Ball aus kurzer Distanz zum 0:1 über die Linie.

Wer im zweiten Durchgang ein Aufbäumen der Heessener erwartete, wurde enttäuscht. Der SVE schaffte es nur selten, überhaupt in die Nähe des Sassenberger Strafraums zu kommen. Auf der anderen Seite erlaubten sich die Gäste den Luxus, zahlreiche gute Möglichkeiten zu vergeben. Erst nach einer Stunde gelang Artur Sperle aus halbrechter Position das 0:2. Drei Minuten vor Schluss sorgte schließlich Wortman mit seinem zweiten Treffer für den 0:3-Endstand.

Am kommenden Sonntag müssen die Heessener beim Gastspiel in Freckenhorst auch noch auf Julian Bergholz verzichten, der die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison sah. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt für den Aufsteiger jetzt vier Punkte. „Aufgeben ist nicht“, versicherte Sadowsky. „Es ist nicht einfach, doch wir müssen den Jungs den Glauben vermitteln, dass wir den Klassenerhalt doch noch schaffen können.“

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