SVE Heessen gewinnt Derby bei der SG Bockum-Hövel

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Liga-Schlusslicht SVE Heessen gewann das Derby bei der SG Bockum-Hövel.

Hamm - Wir müssen jetzt über den Abstiegskampf reden“, zog Bockum-Hövels Trainer Stefan Küritz ein ernüchterndes Fazit, nachdem die Sport Gemeinschaft dem Bezirksliga-Tabellenschlusslicht SVE Heessen verdient mit 1:2 (0:1) unterlegen war und damit seit nunmehr neun Partien auf einen Sieg wartet. Auf der anderen Seite war die Freude beim SVE über den dritten Saisonsieg groß.

Vor knapp 125 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Adolf-Brühl-Stadion machten beide Mannschaften die Räume im Mittelfeld eng, was einen häufigen Wechsel des Ballbesitzes und wenig klare Aktionen zur Folge hatte. Die Gastgeber hatten zunächst die etwas größeren Spielanteile und waren bemüht, über viele Stationen bis zum gegnerischen Tor zu kombinieren, wogegen der SVE nach der Balleroberung den schnellen Weg nach vorne mit direkten Pässen in die Spitze zu Bünyamin Uysal oder Kevin Wender suchte.

Die SG kam zu ersten Torannäherungen durch einen Kopfball von Mirko Müller (6.) und einen Distanzschuss von Simon Schroth (16.), doch wirklich in Gefahr geriet der Kasten von SVE-Keeper Markus Betke nicht. Auf der anderen Seite musste SG-Schlussmann Thomas Goeke seine ganze Klasse aufbieten, als er per Fußabwehr gegen Wender rettete (20.). In der 37. Minute war Goeke aber doch machtlos. Obwohl die Bockum-Höveler um die Schussqualitäten ihres ehemaligen Mitspielers Bünyamin Uysal wussten, ließen sie ihn gut 20 Meter vor dem Tor gewähren und Uysal bedankte sich für die Freiheiten mit einem platzierten Abschluss und dem Treffer zum 0:1.

Auch nach dem Kabinengang hatte die Sport Gemeinschaft gegen eine gut geordnete Heessener Hintermannschaft keine Ideen, um zu zwingenden Chancen zu kommen. Zu hoch war die Fehlerquote im Passspiel und zu behäbig der Aufbau. Deutlich war das Fehlen des angeschlagenen Marc-Andre Wohlrath im zentralen Mittelfeld zu spüren, denn niemand gab auf dem Feld lautstarke Kommandos oder nahm einmal das Heft des Handelns in die Hand.

Die Bockum-Höveler mussten sich bei Goeke bedanken, der sie gegen den freistehenden Bünyamin Uysal vor dem zweiten Gegentreffer bewahrte (52.). „Im Endeffekt hatten wir uns vor dem Spiel einiges vorgenommen, aber in der ersten Hälfte nichts davon umgesetzt. Irgendwann sind wir dann wach und galliger geworden“, so Küritz.

Erst Mitte des zweiten Durchgangs ging die SG entschlossener in die Zweikämpfe, drückte aufs Tempo und setzte sich zeitweise in der Heessener Hälfte fest. Mehr als eine Möglichkeit von Damian Manka, der aus spitzem Winkel an Betke scheiterte (68.), und einen Kopfball von Thomas Wilczek, der über das Heessener Tor flog (72.), sprang aus den Angriffsbemühungen jedoch nicht heraus. Stattdessen setzte der SVE den entscheidenden Konter. Einen Schuss von Rudi Bieche konnte Goeke nur abklatschen lassen und Mükremin Uysal staubte zum 0:2 ab (84.). Am Ende spielte es auch keine Rolle mehr, dass Benedikt Vogel das Leder bei einem Rettungsversuch nach Hereingabe von Wilczek unglücklich zum Bockum-Höveler Anschlusstreffer ins eigene Tor beförderte (89.).

Der Sieg „war das Zeichen, dass wir uns noch lange nicht aufgegeben haben“, freute sich SVE-Coach Frank Sadowsky. „Letztendlich war es ein verdienter Sieg, weil wir in einem kampfbetonten Match die spielerisch bessere Mannschaft waren und das 2:0 genau zum richtigen Zeitpunkt erzielt haben.“

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