TSC Hamm kassiert 0:4-Niederlage gegen Westernkotten

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Zu genau gezielt: TSC-Kapitän Mustafa Akyüz schoss einen Foulelfmeter an den Pfosten.

HAMM - Der vorläufig auf die Friesenkampfbahn umgezogene TSC Hamm musste in der Fußball-Bezirksliga gegen den SuS Bad Westernkotten eine deutliche 0:4-Niederlage einstecken.

Trainer Erdal Akyüz zeigte sich nach dem Spiel äußerst unzufrieden mit seiner Mannschaft, machte aber den Schiedsrichter mitverantwortlich. Der TSC startete sehr unkonzentriert in die Partie, sodass Torwart Ibrahim Sariman bereits in der 5. Minute hinter sich greifen musste. Nach einem scharf in den Sechzehner getretenen Freistoß stand der Westernkottener Innenverteidiger Sven Dyballa völlig blank und schob unbedrängt zum 0:1 ein.

In der Folge gelang es Hamm, den Druck zu erhöhen. Ümit Marankoz ließ einen Verteidiger der Gäste durch eine schöne Körpertäuschung stehen und war nur noch durch ein Foul zu stoppen. Folgerichtig entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Mustafa Akyüz allerdings an den Pfosten setzte. „Das war eine der entscheidenden Situationen. Wenn das 1:1 fällt, haben wir ein ganz anderes Spiel“, ärgerte sich Erdal Akyüz. Danach spielte sich die Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab, und Westernkotten ging mit der knappen Führung in die Kabine.

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Die zweite Halbzeit begann ähnlich aufregend wie der erste Durchgang. Nach einem langen Ball auf den enteilten Westernkottener Angreifer Matthäus Jedrzejczyk zog dieser den letzten Abwehrspieler des TSC zu Boden. Das Foulspiel wurde nicht geahndet, und Jedrzejczyk schob zum 0:2 (54.) ein. Erdal Akyüz echauffierte sich nach dem Spiel über die Leistung des Unparteiischen in dieser Situation: „Das 0:2 war auf jeden Fall irregulär. Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat.“

Trotz des Rückschlags bauten die Gastgeber immer mehr Druck auf das Gästetor auf und arbeiteten sich zahlreiche Großchancen heraus, die aber ungenutzt blieben. Diese Unkonzentriertheit im Abschluss rächte sich dann in der 76. Minute, als Benedikt Schiller durch einen Doppelpass mit Fabio Mattina frei zum Abschluss kam und sicher zum 0:3 verwandelte. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Philipp Grafe, indem er nach einer Ecke auf 0:4 erhöhte. Erdal Akyüz sah das 0:2 als „die spielentscheidende Szene“. Trotz der Kritik an der Leistung des Schiedsrichters sprach er ein deutliches Lob an das Gästeteam aus, „das nicht zu Unrecht in der oberen Tabellenregion zu finden ist“. - hi

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