TSC Hamm siegt 1:0 gegen TuS Germania Lohauserholz

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Hart umkämpft: Im Derby zwischen dem TSC und dem TuS Germania hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich.

HAMM - Zehn Zentimeter und ein Geistesblitz – das Ergebnis des Bezirksliga-Derbys zwischen dem TSC Hamm und TuS Germania Lohauserholz war vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die Gästespieler es mit ihren Distanzschüssen ein wenig zu genau nahmen und auf der anderen Seite der eingewechselte Ümit Marankoz beim einzigen Treffer des Tages die komplette TuS-Hintermannschaft düpierte.

„Das war ein hart umkämpftes Spiel“, sagte TSC-Trainer Erdal Akyüz erleichtert und war mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die mit diesem Erfolg auf den fünften Tabellenrang vorrückte, zufrieden. „Der Sieg ist verdient, weil wir über die 90 Minuten gesehen 70 Prozent Ballbesitz hatten. Aber natürlich hätte auch einer der Pfostenschüsse der Hölzkener reingehen können.“ Naturgemäß weniger glücklich sah TuS-Coach Michael Scheffler aus, der nach der vierten Niederlage im fünften Spiel ernüchtert feststellte, dass „ich nach dem Verlauf der ersten Halbzeit nie gedacht hätte, dass wir verlieren. Aber in der 50. Minute habe ich zu meinem Co-Trainer Reiner Franke schon gesagt, dass das ein typisches 0:0-Spiel ist, das wir mit 0:1 verlieren.“

Bis sich die seherischen Qualitäten Schefflers bestätigen sollten, mühten sich die Spieler beider Mannschaften vor der Pause, ohne jedoch so recht den Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Auf beiden Seiten kamen die Stürmer nur selten zum Zug. Weil das Flügelspiel kaum stattfand. So sahen die 130 Zuschauer im Unionstadion im ersten Durchgang nur wenige Torraumszenen und noch weniger gefährliche Aktionen für die beiden Torhüter. Es war bezeichnend, dass es Lukas Hulboj war, der nach einem Freistoß von Anil Yavuz die erste Großchance für die Gäste verursachte, als er den Ball mit dem Kopf zum eigenen Gehäuse hin verlängerte. TuS-Keeper Thomas Goeke reagierte glänzend und lenkte das Leder noch zur Ecke (18.). Nur zwei Minuten später war es auf der anderen Seite Timo Hilse, der nach einem Konter aussichtsreich am langen Pfosten vorbei zielte. Den zweiten Doppel-Aufreger gab es erst wieder kurz vor der Pause. Dieses Mal verpasste Hilse zunächst knapp nach Vorlage von Serkan Adas (44.), und auf der anderen Seite traf Ismail Uysal zwar ins Netz, allerdings entschied der sicher leitende Schiedsrichter Luca Perschke zurecht auf Abseits (45.).

Nach dem Wechsel nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Vor allem TuS-Akteur Daniel Riemer hatte in dieser Phase Pech, als er das Spielgerät zweimal aus der Distanz an den Pfosten setzte (48., 50.). Mit ein wenig Glück wäre hier die TuS-Führung gefallen. Zumindest bewirkten die Aluminium-Knaller, dass die Akteure auf dem Platz nun wesentlich munterer wurden. Beide Teams zeigten mehr Zug zum Tor. Doch das glücklichere Händchen hatte Erdal Akyüz, indem er den 19-jährigen Ümit Marankoz einwechselte. „Ich habe ihm noch gesagt, er soll in den 16er gehen und seine kurzen Haken machen“, freute sich der Coach für seinen Torschützen. „Und dann hat er gefühlte zehn Spieler ausgespielt. Das war klasse.“ Auch in diesem Punkt gingen die Meinungen auseinander. „Unser Abwehrverhalten war wie das einer Schülermannschaft“, ärgerte sich Scheffler in dieser Szene ebenso wie über den dritten Alu-Treffer nach einem Uzungelis-Freistoß. „So kann man einfach nicht verteidigen.“ - güna

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