Gesprächsbedarf: Wiescherhöfen nur 2:2 gegen Vorwärts Ahlen

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Thorsten Heinze (rechts) gelingt per Kopfball das 1:1 für den TuS Wiescherhöfen gegen Ahlen.

HAMM - Der TuS Wiescherhöfen blieb mit dem 2:2 (1:1) gegen den Tabellennachbarn Vorwärts Ahlen auch in seinem siebten Saisonspiel ungeschlagen. Doch Spielertrainer Steven Degelmann war eine Woche nach dem grandiosen 3:1-Auswärtserfolg bei Westfalia Rhynern II mit der Vorstellung seiner Mannschaft unzufrieden und hatte direkt nach dem Schlusspfiff reichlich Gesprächsbedarf.

Gleich am Spielfeldrand folgte eine laute Standpauke des Coaches, der vor allem in der Offensive „eine katastrophale Leistung“ gesehen hatte. „Bei zahlreichen Angriffen in Überzahl stand am Ende immer die falsche Entscheidung“, echauffierte sich Degelmann. „Wenn wir nur halb so gut wie in Rhynern gespielt hätten, wären wir als klarer Sieger vom Platz gegangen.“

Für den neutralen Beobachter war es dennoch eine packende Bezirksliga-Begegnung, in der beide Teams den Weg nach vorn suchten. Steven Degelmann war am 0:1 (23.) selbst direkt beteiligt. Nach einem Ballverlust lief der starke Ahlener Jonas Strupat sowohl am TuS-Spielertrainer als auch an Thorsten Heinze vorbei und versetzte zudem Muzaffer Onur im Wiescherhöfener Tor. Immerhin gelang den Gastgebern noch vor der Pause der verdiente Ausgleich. Einen Freistoß von Hüseyin Kücük verwertete Heinze per Kopfball (39.).

Nach dem Seitenwechsel drängten zunächst die Gäste. Und hatten auch die große Chance, erneut in Führung zu gehen. Schiedsrichter Martin Brinkmann zeigte nach einem Foul von Heinze an Patrick Knörnschild zurecht auf den Elfmeterpunkt (52.). Ahlens Verteidiger Kevin Ortmann schoss aber so schwach, dass TuS-Keeper Onur abwehren konnte. Besser machten es die Platzherren, die gleich mit der ersten großen Chance im zweiten Durchgang das 2:1 (62.) erzielten. Nach einem langen Pass von Eduard Lorengel traf Erkan Baslarli aus spitzem Winkel. Die Wiescherhöfener sahen sich auf der Siegerstraße, versäumten es aber, den „Sack“ zu zu machen. Denn auch sie erhielten einen Elfmeter zugesprochen (79.), weil DJK-Schlussmann Serkan Akin nach einem hohen Flankenball von Lorengel TuS-Torjäger Baslarli einfach umrannte. Baslarli nahm sich selbst das Leder, schoss aber genau den Gäste-Torhüter an. Was Spielertrainer Degelmann kritisierte. „Baslarli ist zwar unser Elfmeterschütze, doch wenn man so umgerannt wird, dann sollte man lieber einen anderen schießen lassen“, meinte der Coach. Wohl sauer darüber, dass seine Mannschaft vier Minuten vor dem Abpfiff das 2:2 kassierte. Onur wehrte zwar den ersten Schuss von Knörnschild reaktionsschnell ab, doch der eingewechselte Erkan Akin ließ ihm im zweiten Versuch keine Abwehrchance. - P. Sch.

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