Lohauserholz siegt 2:1 gegen Rhynern II

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Im Duell: die früheren Teamkollegen Jan Kleine (links, Rhynern) und Dennis Idczak vom TuS Germania Lohauserholz.

HAMM - Der TuS Germania Lohauserholz kann aufatmen. Nach der bitteren 0:6-Pleite beim SV Lippstadt II feierten die Hölzkener nun einen 2:1 (1:0)-Derbysieg gegen den SV Westfalia Rhynern II. „Der Sieg ist verdient. Wir haben nach der Niederlage heute eine gute Reaktion gezeigt“, sagte Germania-Coach Michael Scheffler erleichtert.

Die rund 80 Zuschauer „Am Hahnenbach“ mussten in der Anfangsphase lange auf eine echte Torraumszene warten. Beide Mannschaften eroberten und verloren den Ball im Mittelfeld in schneller Abfolge, und viele kleine Fouls und Unterbrechungen ließen nur wenig Spielfluss aufkommen. Dann schloss der freistehende Timo Hilse die erste schnelle und direkte Kombination der Grün-Weißen gleich zum 1:0 ab (20.). „Das war ein sehr schöner Spielzug“, lobte Scheffler, der die mangelnde Chancenverwertung in der Folgezeit kritisierte. „Wir haben durch Timo die Chance, auf 2:0 oder 3:0 zu erhöhen, machen aber das Tor nicht.“

Nach tollem Steilpass von Kevin Hillebrand verfehlte der TuS-Stürmer den Kasten von Rhynerns Keeper Nils Offermann nur knapp (34.) und zielte kurz darauf nach einem abgeblockten Schuss von Chen Hennig im Nachschuss über das Tor (36.). Rhynern investierte in der ersten Halbzeit zu wenig in die Begegnung, kam nicht richtig in die Zweikämpfe und dadurch bedingt nur zu einem harmlosen Distanzschuss durch Jan Kleine (38.). Auch alle Versuche von Westfalia-Routinier Sven Pahnreck, seine Mitspieler aus der Defensive nach vorne anzutreiben, schlugen fehl.

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Erst nach der Halbzeitpause kamen die Gäste mit einem anderen Gesicht auf den Platz, wirkten deutlich entschlossener und hatten gleich das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Nach Flanke von Mergim Deljiu landete die Volleyabnahme von Marius Michler vom Innenpfosten im Tor (47.). „Wir haben in der Kabine angesprochen, dass wir wach sein müssen und keinen schnellen Gegentreffer kassieren dürfen. Und dann fällt der Ausgleich nach eigenem Freistoß“, so Scheffler. Nach dem 1:1 war mehr Feuer in der Partie, doch ein berauschendes Fußballspiel bekamen die Zuschauer auch nach dem Seitenwechsel nicht zu sehen. Kampf war bei den rutschigen Bodenverhältnissen Trumpf, und es deutete sich lange Zeit ein Unentschieden an.

In der Schlussviertelstunde sollte sich jede Mannschaft aber noch eine Torchance erarbeiten. Für Westfalia Rhynern schoss Jan Kleine das Leder nach präziser Hereingabe von Jonas Michler völlig freistehend über den Fangzaun (75.). Auf der anderen Seite setzte sich Felix Hennig energisch gegen drei Gegner durch, zog in den Strafraum und brachte das Leder scharf nach innen. Dort musste Andrei Lorengel vor dem lauernden Timo Hilse zum Ball gehen, beförderte ihn beim Rettungsversuch aber unglücklich ins eigene Netz (82.).

„Die erste Hälfte war Lohauserholz besser, in der zweiten wir“, bilanzierte Rhynerns Trainer Thomas Schneider. „Wir haben zu viele Spiele, in denen wir nicht über 90 Minuten eine konstant gute Leistung zeigen. Wie es am Ende zustande gekommen ist, ist es ein glücklicher Sieg für Lohauserholz.“ - St

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