Derby ohne Sieger: Hölzken verspielt frühe Führung

+
Derby ohne Gewinner: Hier wird Hölzkens Felix Hennig von Wiescherhöfens Jan Greitemeier gestoppt.

HAMM - Nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden im Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TuS Germania Lohauserholz und dem TuS Wiescherhöfen waren beide Seiten mit einem Zähler zufrieden. „Das Spiel war unterhaltsam. Von der Anzahl der hochprozentigen Chancen lag Hölzken sicher vorne“, räumte Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann ein.

„Aber wir haben es insgesamt gut gemacht, nachdem wir einige Ausfälle zu verkraften hatten.“ Den besseren Start vor rund 150 Zuschauern „Am Hahnenbach“ erwischten die Gastgeber, die bereits mit ihrem ersten Angriff in Führung gingen. Felix Hennig wirbelte mit einem Dribbling die gesamte Wiescherhöfener Hintermannschaft durcheinander und hatte das Auge für den freistehenden Daniel Riemer, der Wiescherhöfen-Keeper Muzaffer Onur aus knapp 16 Metern überwand (2.).

Der frühe Vorsprung spielte den Hölzkenern in die Karten. Die Gäste mussten etwas für die Offensive tun, kombinierten auch bis zum gegnerischen Strafraum gefällig, doch es fehlte am entscheidenden Pass in die Spitze und der Durchschlagskraft vor dem Tor. Auf der anderen Seite lauerte die Germania darauf, nach der Balleroberung ihr schnelles Umschaltspiel aufzuziehen. Vorne wartete Timo Hilse auf lange Bälle, und aus dem Mittelfeld rückten über die Außenbahnen immer wieder Felix Hennig und Daniel Riemer gefährlich nach. Hilse war es auch, der das 2:0 auf dem Fuß hatte, doch sein Abschluss landete nur am Pfosten (22.). Für die Gäste prüfte Michael Mryka mit einem satten Schuss Torwart Henrik Fickermann, der erst in der Winterpause aus Wiescherhöfen zu den Hölzkenern gewechselt war (26.).

Nach einem Foul von Steven Degelmann an Felix Hennig kochten die Emotionen auch in den nachfolgenden Zweikämpfen hoch, aber ebenso schnell, wie sich die Gemüter erhitzt hatten, beruhigten sie sich auch wieder. „Es war ein schönes Derby, niemand ist vom Platz geflogen“, freute sich Wiescherhöfens Co-Trainer Frank Degelmann, und Germania-Coach Michael Scheffler ergänzte: „Es ist nichts passiert, weswegen man sich nach dem Spiel nicht die Hand reichen könnte.“

Etwas überraschend gelang dem TuS Wiescherhöfen der Ausgleich. Nach einem langen Pass fackelte Thanuyen Markandesar nicht lange und schoss das Leder aus 20 Metern ins lange Eck (36.). Nach der Pause neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken im Mittelfeld. Läuferisch und kämpferisch stimmte der Einsatz, doch spielerisch verflachte die Begegnung ein wenig. Ein Freistoß von Dennis Idczak (60.), ein Schuss von Felix Hennig ans Außennetz (78.) und ein Versuch von Timo Hilse genau auf Schlussmann Muzaffer Onur (90.) waren die wenigen Höhepunkte in Durchgang zwei.

„Der Punkt geht in Ordnung. Offensiv hätte ich mir das etwas strukturierter vorgestellt“, resümierte Scheffler. „In der ersten Hälfte hatten wir Wiescherhöfen besser im Griff, haben aber zu wenig aus unseren Chancen gemacht.“ - St

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare