Ein gerechtes Remis

Wiescherhöfen und Westönnen trennen sich 1:1

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Julian Rohlmann, der den TuS im Winter verlässt, bereitete die Wiescherhöfener Führung vor.

HAMM - Steven Degelmann war durchaus beeindruckt. „Die stehen zurecht da oben“, meinte der Spielertrainer des TuS Wiescherhöfen – und meinte damit den Kontrahenten seines Teams.

Das hatte sich in den 90 vorangegangenen Minuten mit einem 1:1 (1:1) im Verfolgerduell gegen RW Westönnen begnügen müssen. Und der Coach wusste sehr genau, dass das nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten „ein gerechtes Remis“ war.

Denn die erste Hälfte gehörte den Gästen. Sie wiesen die bessere Spielanlage auf, hatten mehr Struktur in ihren Aktionen, während sich beim TuS immer wieder leichte Fehler im Aufbau einschlichen, mit denen sich die Wiescherhöfener das Leben selbst schwer machten. „Die sind läuferisch wirklich stark und sehr ballsicher“, lobte Degelmann Westönnen, das in Steffen Eschmann einen permanenten Unruheherd hatte.

Dennoch: In Führung gingen die Platzherren, als Julian Rohlmann schnell schaltete und Hüseyin Kücük bediente, der anstelle des verletzten Erkan Baslarli in vorderster Front agierte und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck RW-Schlussmann Andreas Rupp keine Abwehrmöglichkeit ließ (16.). In der Folge allerdings gestalteten die Gäste das Chancenverhältnis zu ihren Gunsten. Zweimal waren die Versuche Eschmanns aus der Distanz zu unplatziert (21., 33.), zudem ging ein Kopfball von Tom Scheele über das TuS-Gehäuse (26.). So war der Ausgleich überfällig. Und für den sorgte Eschmann, nachdem er selbst von Musa Gümüs an der Strafraumgrenze gefoult worden war. Den anschließenden Freistoß verwandelte der Mittelfeldmann direkt, wobei Torhüter Muzaffer Onur keine gute Figur machte (44.). Was Steven Degelmann zähneknirschend registrierte. „Es ist traurig, wenn wir immer wieder mal solche haltbaren Gegentore kassieren“, sagte der Spielertrainer, verhehlte aber nicht, dass den Schlussmann Schulterbeschwerden plagten, sodass Onur ausgewechselt wurde. Was auch für Steven Degelmann selbst galt (Verdacht auf Innenbandriss), der die stattliche Verletztenliste des TuS weiter verlängerte.

Der Coach sah nach der Pause von der Bank aus eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Die brauchte zwar noch ein paar Minuten Anlauf, bestimmte aber zunehmend das Geschehen, kam nur noch bei zwei Möglichkeiten für Eschmann in Bedrängnis (66., 71.). Nach einem schönen Angriff und dem Rückpass von Kücük verfehlte Dominik Degelmanns abgefälschter Schuss aus 16 Metern knapp das RW-Tor (59.). Kurz darauf hatte Rohlmann mit einem Kopfball ans Lattenkreuz Pech (63.), ehe Kücüks Flachschus nicht den Weg ins Ziel fand (70.).

Die Gelb-Rote Karte gegen Arndt-Christian Schneider nach einem Foul gegen Rohlmann war der Auftakt für eine hektische Schlussphase (73.), in der Steven Degelmann auf der Bank wegen Meckerns seine fünfte „Gelbe“ sah. Die Gastgeber münzten ihre numerische Überlegenheit nicht in zwingende Chancen um, ehe Neuzugang Rachid Souita nach einem überharten Einsteigen im Mittelfeld gegen Nico Schüngel ebenfalls des Feldes verwiesen wurde (89.). - fh

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