SVF Herringen und SV Drensteinfurt trennen sich 4:4

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Akrobatisch: Thanuyen Markandesar bereitete das 1:1 durch Thomas Wilczek vor.

HAMM - Als die 93 Minuten auf dem Sportplatz an der Schachtstraße beendet waren, wussten die Spieler des SVF Herringen nicht so recht, was sie mit diesem Ergebnis anfangen sollten. Mit 4:4 (3:3) hatte sich die Mannschaft von Interimscoach Erwin Faros in der Partie der Fußball-Bezirksliga vom SV Drensteinfurt getrennt und dabei erst in der letzten Minute den Ausgleich erzielt.

„Wir haben alles noch in der eigenen Hand“, stellte Faros mit Blick auf die anderen Ergebnisse erleichtert fest. „Normal musst du aber, wenn du vier Tore zuhause schießt, als Sieger vom Platz gehen. Doch die Mannschaft war sehr nervös.“ Mit dem Unentschieden wuchs der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit SF Ostinghausen belegt, auf drei Zähler.

Faros musste neben den angeschlagenen Sebastian Hrubesch (Innenbanddehnung im Knie) und Matthäus Paracz (Zerrung) kurzfristig auch noch den erkrankten Nico Schiller ersetzen. Dafür biss Stürmer Thomas Wilczek trotz Knöchelblessur auf die Zähne. Den besseren Start gegen eine Herringer Mannschaft, die sich vor allem in der Defensive erst finden musste, erwischten die Gäste. Vor allem Drensteinfurts Isse Sander war kaum in den Griff zu bekommen. Der Offensivmann war es auch, der nach zehn Minuten frei vor dem erstmals nach langer Verletzungspause wieder von Thomas Olbich gehüteten Tor auftauchte, aber am gut reagierenden Herringer scheiterte. Beim nächsten Angriff war Olbrich allerdings gegen den selben Spieler machtlos, und es hieß 0:1 (10.).

Große Freude im Herringer Lager, als zunächst Wilczek nach einer langen Flanke von Marvin Nuß und Querpass von Thanuyen Markandesar zum 1:1 einschob und wenige Sekunden später ein erneuter langer Ball von Nuß vor Keeper Lettmann auftickte und dann über ihn ins Tor sprang. „Ich war noch nicht einmal am Mittelkreis in unserer Hälfte“, freute sich Nuß diebisch.

Doch die Herringer sollten auch in der Folge ein Wechselbad der Gefühle durchleben. Zunächst stocherte Bernd Drepper den Ball zum Ausgleich ins Tor (21.), dann zirkelte Irfan Uzungelis für den SVF einen Freistoß sehenswert ins Netz (42.), ehe Sander erneut zum 3:3-Pausenstand ausglich.

Nach dem Wechsel war der SVF, bei dem nun Musa Usta gegen Sander spielte, das zwingendere Team und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. Auf der anderen Seite blieb der SVD mit seinen Kontern gefährlich. Wilczek (48.), Hulboj, der nun im defensiven Mittelfeld agierte (55.), und Markandesar (70.) hätten die Führung erzielen können, die Dennis Drepper fünf Minuten vor dem Ende für die Gäste gelang. In letzter Minute führten die folgenden Brechstangen-Angriffe der Herringer zum Erfolg – nachdem der eingewechselte Nicolai Hesse eine Ecke hereingegeben hatte und der ebenfalls erst im zweiten Durchgang gekommene Marvin Krause einköpfte (90.+2). - güna

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