Gastgeschenke genutzt: Herringen gewinnt 3:1 gegen Bönen

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Freud und Leid: Während Herringens Thomas Wilczek (rechts) mit Passgeber David Oles (Mitte) den zweiten Treffer des SVF feiert, ist Bönens Schlussmann Marco Behrend bedient.

HAMM - Reiner Fiebig stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Diese drei Punkte waren absolut wichtig. Die geben uns wieder etwas Luft“, sagte der Trainer des SVF Herringen nach dem 3:1 (2:0)-Heimerfolg gegen die SpVg Bönen, durch den sein Team in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga an dem Nachbarn vorbeizog.

Dessen Trainer Axel Maurischat haderte vor allem mit der Darbietung der SpVg im ersten Durchgang. „Da muss man anders auftreten“, meinte der Bönener Coach. „Nur spielen reicht nicht.“ In punkto Einsatz und Wille waren die Gäste dem aggressiven SVF in der Tat 45 Minuten lang klar unterlegen. Die arg ersatzgeschwächten Herringer betrieben hohen Aufwand – und wurden früh belohnt. Gegen eine nachlässig verteidigende Bönener Defensive konnte Thomas Wilczek unbedrängt von der Torauslinie flanken, Matthias Köhnke drückte den Ball per Kopf aus kurzer Distanz über die Linie (5.). Und auch das 2:0 passte ins Bild, das die SpVg vor dem Wechsel abgab. Ein schlampiger Rückpass von Niclas Arenz landete genau bei David Oles, der frei vor Bönens Schlussmann Marco Behrend war, den Ball aber uneigennützig ablegte auf Wilczek, der diesen ins leere Tor schob (30.). „Das war unsere eigene Dusseligkeit“, ärgerte sich Maurischat über die Geschenke, die sein Team verteilte. „Hochverdient“ fand Fiebig derweil das Zwischenresultat, zumal die Platzherren vor dem zweiten Treffer bereits gute Chancen durch Igor Braun (19.), Marvin Krause (22.), Marvin Nuß (27.) und Fabian Düser (28.) verzeichnet hatten.

Erst allmählich kamen die Gäste etwas besser in Tritt, zumal sich die Gastgeber nun auf das Kontern verlegten. War Keeper Thomas Olbrich bereits bei einen Freistoß von Durim Feta (33.) auf dem Posten, so war er wenig später nach einem langen Ball auf Thorsten Renk schneller als der Bönener am Ball (36.).

Im zweiten Abschnitt war der Aufsteiger endgültig in der Partie angekommen, ohne zunächst wirklich zwingend zu sein. Es bedurfte eines Fehlers von Coskun Hizarci, den Feta aber nicht nutzen konnte (56.). Auf der Gegenseite hätten Nico Schiller (58.), der den Pfosten traf, und Düser (64.) derweil alles klar machen können. „Wir kriegen es wieder nicht hin, das dritte Tor zu machen, und lassen uns zu weit hinten reindrängen“, monierte Fiebig. In der Tat sollten es für lange Zeit die letzten Gelegenheiten für den SVF bleiben, bei dem nun sichtlich die Kräfte nachließen. Was die Bönener nutzten, als nach einer scharfen Hereingabe Malik Öncüls der Ball erst beim arg bedrängten Krause und dann bei Feta landete, der ihn über die Linie bugsierte (67.). Doch auch wenn die SpVg das Geschehen nun bestimmte – wirklich gefährlich wurden die Gäste kaum. Und wären doch fast zum Ausgleich gekommen, als Olbrich einen Kopfball von Niklas Link mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte (90.). Wilczek sorgte schließlich für die Entscheidung, als die Bönener die Abwehr entblößt hatten. Er umkurvte nach einem langen Ball Behrend und erzielte das 3:1. - fh

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