Auf dünnem Eis: Hölzken verliert 1:3 gegen Langeneicke

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Für den TuS Germania Lohauserholz – hier Chen Henning – wird es im Kampf um den Klassenerhalt immer enger.

HAMM - „Wir bewegen uns auf ganz dünnem Eis“, bangt Hölzkens Co-Trainer Rainer Franke, der den erkrankten Michael Scheffler an der Seitenlinie vertrat, nach der 1:3 (1:0)-Niederlage des TuS Germania Lohauserholz gegen den SVA Langeneicke um den Klassenerhalt.

„Das war für uns die letzte Chance, Punkte gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe zu sammeln. Unser Vorsprung auf einen Abstiegsplatz schmilzt immer mehr, und wir haben immer weniger Teams hinter uns.“ Der Tabellenvorletzte aus Ostwestfalen fand vor rund 75 Zuschauern „Am Hahnenbach“ besser in die Partie und hatte bereits in der 3. Minute die Riesenchance zur Führung, als Andre Holle am leeren Tor vorbeiköpfte. Den Gästen war anzumerken, dass sie den Kampf um den Ligaverbleib noch lange nicht aufgegeben haben. Früh wurde der TuS Lohauserholz attackiert, der dadurch Probleme hatte, das Mittelfeld spielerisch zu überbrücken und immer wieder zu Ballverlusten gezwungen wurde.

Nach einer Ecke von Philipp Grote war es erneut Holle, der das Leder per Kopf nicht im Germania-Tor unterbrachte (11.). Und kurz darauf bewahrte TuS-Schlussmann Thomas Goeke seine Mannschaft mit einer glänzenden Parade gegen Markus Ronstedt vor einem Rückstand (15.).

Nach einer Viertelstunde bekamen die Gastgeber mehr Zugriff auf die Begegnung und kreierten über ihr schnelles und direktes Passspiel erste Möglichkeiten. Chen Hennig setzte sich nach einer schönen Kombination am rechten Flügel durch, doch im Zentrum scheiterte Daniel Riemer an SVA-Keeper Philipp De Andrade (17.). Dann sorgte Rudi Bieche per Abstauber für das 1:0, nachdem Philipp De Andrade einen Schuss von Daniel Riemer nach vorne abprallen ließ (33.).

Nach dem Seitenwechsel gelang Langeneicke durch eine Standardsituation der Ausgleich. „Da hat die Zuordnung bei der Ecke nicht gestimmt“, ärgerte sich Rainer Franke darüber, dass Andre Holle nach Ecke von Henrik De Andrade ungehindert einköpfen durfte (55.).

Die Gäste witterten nun ihre Chance auf drei Auswärtszähler, aber die besseren Gelegenheiten zur erneuten Führung besaßen die Hausherren durch einen Lattenschuss von Klodian Kola (56.) und Felix Hennig, der das Gästetor aus aussichtsreicher Position verfehlte (68.). In einer packenden Schlussphase wollte keines der Teams das Unentschieden nur verwalten, doch der SVA wirkte eine Spur hungriger auf den Erfolg. Die vergebenen Chancen des TuS sollten sich nun rächen, denn Langeneickes Kapitän Martin Sprink traf im Fallen von der Strafraumgrenze zum 1:2 in den Winkel (82.). Als Lohauserholz dann alles nach vorne warf, schloss Senat Redzepi nach uneigennütziger Vorarbeit von Markus Ronstedt einen Konter zum 1:3 ab (89.).

„Wir gehen in der ersten Halbzeit zu fahrlässig mit unseren Chancen um und investieren in der zweiten Hälfte definitiv zu wenig“, bilanzierte Rainer Franke. - St

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