Rhynern II besiegt Tabellennachbarn TSC im Derby 2:1

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RHYNERN - „Wir haben uns heute die Punkte, die wir gegen Bockum-Hövel unglücklich verloren haben, glücklich zurückgeholt“, war Thomas Schneider mit dem 2:1 (1:0)-Heimerfolg über den Tabellennachbarn TSC Hamm zufrieden.

Das konnte er auch sein, denn 62 Minuten lang spielte sein Team in Unterzahl. Andrei Lorengel sah nach seinem ersten Foulspiel bereits nach 38 Minuten Gelb-Rot, denn drei Minuten zuvor hatte ihn der Unparteiische wegen Meckerns verwarnt.

Beide Mannschaften fanden nur schleppend ins Spiel, waren in erster Linie darauf bedacht, bloß keinen Gegentreffer zuzulassen. Dabei war der TSC das Team mit den größeren Spielanteilen. Doch diese optische Überlegenheit konnten die Gäste nicht in Tore ummünzen, denn vor dem Tor waren sie im ersten Spielabschnitt einfach zu harmlos. Die beste Chance hatte Mustafa Akyüz in der 17. Minute, als er Nils Offermann im Westfalia Tor mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel prüfte. Doch den Schuss aus neun Metern parierte der Keeper zur Ecke. Aus dieser und den fünf folgenden der ersten Halbzeit konnte der TSC kein Kapital schlagen. Anders die Gastgeber. Zweimal scheiterten sie, doch den dritten Eckstoß von Dennis Idczak (34.) verwandelte Kevin Messner per Kopf zur 1:0-Halbzeit-Führung.

Nach der Pause erhöhten die Gäste den Druck. Eine gute Viertelstunde lang kam die Westfalia nicht aus der eigenen Hälfte. „In dieser Phase haben wir zu tief gestanden und viel zu passiv gespielt“, bemängelte Schneider. Prompt kassierte seine Mannschaft den Ausgleich. TSC-Spielmacher Anil Yavuz startete in der eigenen Hälfte, nach einem Doppelpass mit Ahmet Göksen, spielte er Dogancan Özdemir auf dem linken Außenflügel frei, und dessen Flanke versenkete Coskun Hicarzi per Kopf zum 1:1 (56.). Zehn Minuten später hatte Tamer Saglam den Führungstreffer auf dem Fuß, doch sein Distanzschuss traf nur die Latte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles auf eine Karte gesetzt. Nach dem 1:1 hätte das 2:1 fallen müssen, aber wir hatten Pech, haben aber auch zu viele Chancen liegen gelassen“, ärgerte sich TSC-Coach Erdal Akyüz.

Der SV Westfalia fand nach dem Ausgleich wieder besser ins Spiel. Immer wieder startete die Schneider-Elf Konter gegen die aufgerückten Gäste. „Wir waren mit einer offensiveren Ausrichtung in das Spiel gegangen, da ist es nach dem Platzverweis verständlich, dass sich die Mannschaft mit der Umstellung des Spielsystems etwas schwer getan hat“, erklärte Schneider. Während der TSC weiter auf das Tor der Westfalia anrannte, setzten die Gastgeber mit ihren Kontern nur vereinzelte Nadelstiche. In der 88. Minute setzte sich Dennis Idczak auf der linken Seite durch, flankte auf rechts, wo Dominik Sowa mutterseelenallein den Ball annahm und zum 2:1 ins lange Eck einschoss.

„Dass ein so erfahrener Spieler wie Ali Boutakyout so pennt, geht gar nicht“, ärgerte sich Akyüz über den Abwehrschnitzer. „Er war viel zu weit von seinem Gegenspieler weg, obwohl ich ihm das gesagt habe.“ Und die Gelb-Rote Karte von Anil Yavuz kurz nach dem Führungstreffer verhagelte dem Trainer endgültig den Tag. - hvw

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