Hektische Schlussphase:

Bockum-Hövel verliert Derby gegen Rhynern II 2:3

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Rhynerns Thanh-Tan Tran (links) setzt sich im Kopfballduell gegen Bockum-Hövels Bünyamin Uysal durch.

HAMM - Der SV Westfalia Rhynern II hat das Topspiel der Fußball-Bezirksliga beim Spitzenreiter SG Bockum-Hövel nach einer hektischen Schlussphase glücklich mit 2:3 (1:1) für sich entschieden.

Die gut 150 Zuschauer im Adolf-Brühl-Stadion bekamen eine gute Bezirksligapartie mit vielen packenden Torszenen und einem kampfbetonten Ende zu sehen. „Es war ein verteiltes Spiel. Zu Beginn war Rhynern klar tonangebend, dann haben wir gut reagiert und den Rest der ersten Halbzeit bestimmt“, resümierte SG-Coach Markus Matzelle. Die Gäste erwischten einen Traumstart und gingen nach einem von Andrei Lorengel eingeleiteten Angriff durch Thanh Tan Tran früh in Führung (4.). Die Westfalia hinterließ einen sehr agilen Eindruck, machte die Räume im Zentrum durch großen Laufaufwand eng und schaltete bei Ballgewinn mit schnellem und direktem Spiel um. So hatte Jan Kleine sogar das 0:2 auf dem Fuß, traf aus kurzer Distanz jedoch nur das Außennetz (10.).

Erst nach einer Viertelstunde fand die Sport-Gemeinschaft besser in die Partie, band die Außenpositionen ins eigene Offensivspiel ein, um die ganze Breite des Feldes zu nutzen, und erarbeitete sich gute Möglichkeiten durch Daniel Wieland (17.) und einen Kopfball von Tarik Basoglu (25.). Nach schöner Flanke von Bünyamin Uysal und Kopfballverlängerung schoss Basoglu freistehend zum mittlerweile verdienten Ausgleich ein (33.). „Wir hatten das Spiel in den ersten 20 Minuten im Griff, doch dann ist bei uns der Faden gerissen. Bockum-Hövel war am Drücker, und wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, so Rhynerns Trainer Thomas Schneider.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild. Die Rot-Schwarzen drängten auf den nächsten Treffer, ließen aber beste Gelegenheiten durch Orlowski (48.), Basoglu (50.) und Markus Löwen (54.) ungenutzt. Dies sollte sich rächen, denn die Gäste nutzten die entstehenden Löcher im Bockum-Höveler Mittelfeld für überfallartige Konter. Zunächst scheiterte Mergim Deljiu an Patrick Lohsträter (58.), doch wenig später verschätzte sich der SG-Keeper bei einem Freistoß von Sebastian Jakob, so dass Tran zum 1:2 einköpfte (66.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte dann mehr kontrolliert“, sagte Thomas Schneider. „Nur hat der Schiedsrichter durch seine Entscheidungen viel Hektik reingebracht.“ Eben jener Unparteiische, Julius Bussemeier (Unna), entschied auf Elfmeter für die Westfalia, nachdem Jan Kleine Bockum-Hövels Innenverteidiger Mirko Müller im SG-Strafraum zu Fall gebracht hatte. Andrei Lorengel nahm das Geschenk dankend an und verwandelte souverän zum 1:3 (75.).

Noch zerfahrener wurde die Partie in den letzten Minuten. Der am Boden liegende Julian Menzel wurde von Frederic Ebel in die Seite getreten. Als danach beide Akteure aneinander gerieten, sah Menzel die Rote Karte, Ebel nicht einmal den gelben Karton (83.). „Die Rote Karte war ein absoluter Witz, keiner der beiden Spieler hat eine Tätlichkeit begangen“, echauffierte sich Matzelle. In der 89. Minute sah auch noch Dominik Orlowski Rot, nachdem er Westfalia-Schlussmann Maximilian Eul attackiert hatte. Für den sportlichen Schlusspunkt sorgte Bünyamin Uysal mit einem direkt verwandelten Freistoß (90.+2). - St

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