SG Bockum-Hövel nutzt lange Überzahl gegen Lohauserholz nicht

+
Keinen Sieger gab es im Derby zwischen der SG Bockum-Hövel und dem TuS Germania Lohauserholz. Hier versucht Torschütze Chen Hennig (rechts) Bockum-Hövels Michael Mryka zu stoppen.

Hamm - Beinahe 90 Minuten in Überzahl genügten der SG Bockum-Hövel gegen den TuS Germania Lohauserholz nicht, um das Bezirksliga-Derby für sich zu entscheiden. Am Ende waren es die Hölzkener, die deutlich glücklicher mit dem 1:1 (0:1)-Unentschieden waren.

„Wenn wir fast die gesamte Zeit mit zehn Mann spielen, dann bin ich natürlich mit dem Punkt zufrieden. Die beiden Viererketten haben sich gut verschoben, und wenn wir den Ball erobert haben, dann haben wir zielorientiert nach vorne gespielt“, lobte TuS-Coach Michael Scheffler seine Schützlinge.

Vor gut 150 Zuschauern im Adolf-Brühl-Stadion erwischten die Gäste den besseren Start. Nach einem Zusammenprall von SG-Schlussmann Matthias Böings mit Abwehrspieler Tobias Ringk blieben beide Akteure am Boden liegen, doch Simon Peper klärte nach einem Kopfball von Serkan Adas noch kurz vor der Linie (3.). Wenig später köpfte Daniel Riemer nach einem Freistoß von Irfan Uzungelis knapp am Tor vorbei (5.).

Eine Minute später sollte sich die Szene ereignen, die den Spielverlauf maßgeblich beeinflusste. Raffael Wichert fand gegen Steven Farchmin nicht in den Zweikampf und hielt den Bockum-Höveler im Anschluss als letzter Mann am Trikot fest. Schiedsrichter Sebastian Schickentanz (SuS Kaiserau) blieb nichts anderes übrig, als ihm wegen einer Notbremse die Rote Karte zu zeigen. Aus der nachfolgenden Überzahl machte die Sport-Gemeinschaft danach zu wenig. Zwar legte Thomas Wilczek für Farchmin auf, doch TuS-Keeper Marcel Klemmer verkürzte schnell den Winkel (10.).

Nach der turbulenten Anfangsphase plätscherte die Begegnung über weite Strecken vor sich hin. Die Rot-Schwarzen hatten mehr Ballbesitz, doch nach der Spieleröffnung durch Michael Mryka fehlte den Aktionen in der Offensive das Tempo. Zu oft wurde das Geschehen ins Zentrum verlagert, anstatt die Aktionen breit zu gestalten, und Abspielfehler sorgten dafür, dass Lohauserholz zu einigen gefährlichen Kontern kam. Nach einem dieser Gegenangriffe, der von Abstimmungsproblemen in der Bockum-Höveler Defensive begünstigt wurde, kam Chen Hennig frei zum Schuss und überraschte Matthias Böings mit einem harten Schuss ins kurze Eck zum 0:1 (35.).

Nur einmal sorgte die SG vor dem Wechsel für Torgefahr, aber ein Kopfball des freistehenden Wilczek ging am Kasten vorbei (41.). In der Nachspielzeit wäre Mirko Müller beinahe noch ein kurioses Eigentor unterlaufen als er das Leder mit der Brust zu seinem Torhüter ablegen wollte, dieser aber dann in höchster Not parieren musste (45.+3).

Nach einer knappen Stunde gelang den Gastgebern aus dem Nichts der Ausgleich. Farchmin nahm den Ball nach schöner Flanke von Mryka per Dropkick und traf genau in den Winkel (58.). „Es war klar zu erkennen, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Wir hatten neben dem Tor noch zwei bis drei gute Chancen, haben insgesamt aber zu wenig den Abschluss gesucht“, resümierte SG-Trainer Markus Matzelle. „Das Ergebnis ist enttäuschend, wir haben zwei Punkte verloren. Lohauserholz hat allerdings auch die Qualität, tief zu stehen und nach der Balleroberung schnell nach vorne zu spielen.“

Nach dem 1:1 spielte der TuS auf Zeit, um wenigstens einen Zähler zu entführen. Die Abschlüsse von Farchmin (83.) und Wilczek (85.) kurz vor Schluss waren zu harmlos, um Klemmer ernsthaft zu prüfen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare