Aufatmen bei der SG Bockum-Hövel

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Markus Matzelle

Hamm - Die SG Bockum-Hövel kann doch noch gewinnen. Nach 13 Spielen in Serie ohne Sieg feierte die Mannschaft nur sechs Tage nach der Entlassung von Trainer Stefan Küritz einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den VfL Hörste-Garfeln.

Verlieren verboten. Unter diesem Motto war die SG in das richtungweisende Duell gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Tabellenvierzehnten aus Lippstadt gegangen, gegen den die Sport-Gemeinschaft am 27. September 2015 ihren letzten Sieg eingefahren hatte. Und es dauerte bis zur Nachspielzeit, ehe Simon Schroth die Bockum-Höveler mit dem Treffer des Tages erlöste.

„Wenn man den Zeitpunkt des Tores betrachtet, dann ist es ein glücklicher Sieg. Aber er ist enorm wichtig für die Moral und die verbleibenden Saisonspiele“, resümierte SG-Coach Markus Matzelle. „Insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung, denn wir hatten die Vielzahl der Chancen, haben das Spiel in der ersten Hälfte kontrolliert und hinten nichts zugelassen.“

Auch wenn die spielerische Leichtigkeit fehlte, so präsentierte sich die SG im Vergleich zu den vergangenen Auftritten von Beginn an konzentrierter, agierte aus einer sicheren Defensive heraus und lief die Gegner ab der Mittellinie konsequent an. „Wir wussten, dass wir geduldig bleiben müssen, um den Gegner etwas rauszulocken“, so Matzelle.

Bei Ballgewinn waren die Gastgeber vor knapp 100 Zuschauern im Adolf-Brühl-Stadion bemüht, schnell nach vorne umzuschalten und die Außenpositionen in ihre Angriffe einzubinden. Nach einem Tor von Dominik Orlowski, dem der gute Schiedsrichter Markus Holtmann (Ascheberg) wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte (10.), kam die SG durch einen Freistoß von Marc-Andre Wohlrath (15.), Damian Manka (29.) und einen Fallrückzieher von Steven Farchmin nach präziser Flanke von Kerim Isiktekin (35.) zu hochkarätigen Möglichkeiten.

Der angeschlagene Sebastian Linnhoff, der seine Mannschaft aus dem defensiven Zentrum heraus lautstark dirigiert hatte, musste nach der Pause draußen bleiben und auch Kapitän Wohlrath, der eine Erkältung überstanden hatte, verließen die Kräfte (53.). „Die Umstellungen haben uns nicht gut gestanden“, befand Markus Matzelle. Gleich mehrere Spieler mussten auf ungewohnten Positionen agieren, wodurch bei den Bockum-Hövelern der Faden riss und sich Hörste-Garfeln mehr Anteile erarbeitete. Bei beiden Mannschaften war die Angst vor einer Niederlage größer als der Mut, etwas für einen Sieg zu riskieren. So häuften sich bei nachlassenden Kräften in der Schlussphase die Fehler, und bei den Gastgebern passte die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht mehr. Der VfL tauchte während der gesamten Partie nur einmal gefährlich vor dem Kasten von Thomas Goeke auf, doch Jens Behnke zielte nach einer Hereingabe von Pascal Diekmann am Tor vorbei (70.).

Als sich Spieler, Trainer und Betreuer bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatten, gelang der SG noch der späte Siegtreffer. VfL-Keeper Thorsten Hillerbrand hielt einen Schuss von Steven Farchmin nicht fest, und Simon Schroth staubte zum 1:0 ab (90.+1).

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