Für Hobbyreiter und Profis: 13 Turniertage beim RV Rhynern

Lokalmatadorin Laura Hinkmann gehörte im vergangenen Jahr zum Starterfeld des S-Springens.
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Lokalmatadorin Laura Hinkmann gehörte im vergangenen Jahr zum Starterfeld des S-Springens.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind trotz aller Lockerungen auch im Reitsport noch deutlich zu spüren, doch der RV Rhynern wird – wie schon im vergangenen Sommer – in den großen Ferien ein breit gefächertes Turnierangebot machen.

Hamm – Das ist dieses Mal in drei großen Blöcken zusammengefasst worden und bietet dank der stark sinkenden Inzidenzzahlen nicht nur Berufsreitern, sondern auch Amateuren wieder viele Startmöglichkeiten. Im Idealfall wird am Holthöfener Weg auch Zuschauern der Zutritt zum Gelände ermöglicht. Entscheidungen fallen allerdings erst sehr kurzfristig. Wenn, dann dürfte es Eingangskontrollen ebenso geben, und auch die Nachverfolgung per Luca-App oder ein bei Nennung-Online hinterlegter Anwesenheitsnachweis dürften weiterhin gefordert werden.

Wochenende ganz im Zeichen der Amateure

Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen mit einer Turnierwoche von Mittwoch, 7. Juli, bis Mittwoch, 14. Juli. Dafür sind Geländeprüfungen bis zur Klasse L mit Qualifikationen für das Bundeschampionat sowie Springprüfungen bis zur Klasse S* ausgeschrieben. Es folgt vom 23. bis zum 25. Juli (Freitag bis Sonntag) das internationale Vielseitigkeitsturnier mit Prüfungen bis zur Dreisterne-Klasse. Zum Abschluss, vom 13. bis zum 15. August, stehen Dressurprüfungen in allen Klassen – voraussichtlich sogar bis zur schweren Klasse mit drei Sternen – sowie die westfälische Ponymeisterschaft und die Meisterschaft des Kreises Unna-Hamm in der Vielseitigkeit auf dem Programm.

Besonderheit: Das Wochenende 10./11. Juli steht ganz im Zeichen der Amateur-Springreiter aus der Region. „Wir haben aus diesem Grund den Teilnehmerkreis stark eingeschränkt und lassen nur Starter aus den Kreisen Soest, Warendorf und Unna-Hamm zu“, sagt Elmar Siepmann. Vom Stilspringwettbewerb bis zur Springprüfung der Klasse M* mit Stechen wird es ein vielfältiges Angebot geben. Allerdings sind an beiden Tagen aus Zeitgründen die Zahl der Nennungen in allen LPO-Prüfungen auf 100 begrenzt. „Anders geht es auch gar nicht“, sagt Siepmann.

Top-Reiter bei Springprüfungen der Klasse S*

Am Dienstag, 13. Juli, werden viele Top-Springreiter aus der Region antreten, denn an diesem Tag werden neben zwei Springen auf M*-Niveau auch ein Zweisterne-M sowie ein Zweiphasen-Springen der schweren Klasse (S*), letzteres mit maximal 70 Startplätzen, ausgeschrieben. Namhafte Reiter wie Markus Renzel oder Felix Hassmann, der noch am vergangenen Wochenende den Großen Preis von Knokke (Belgien) gewann, haben bereits genannt. Hier – wie auch in allen anderen LPO-Prüfungen der Turnierwochen – werden im Vergleich zum vergangenen Sommer wieder Geldpreise ausgezahlt.

Der Abschluss der Turnierwoche wird am 14. Juli im Zeichen des Bundes-Nachwuchschampionats der jungen Vielseitigkeitsreiter stehen. Die Landesverbände Westfalen und Rheinland nutzen dieses Turnier als Sichtung. Für die westfälischen Reiter ist es gleichzeitig das Nachwuchschampionat des Provinzialverbandes. Komplettiert wird der Tag durch einen Geländerreiterwettbewerb und einen Stilgeländeritt der Klasse E.

Internationale Vielseitigkeit der Höhepunkt

Höhepunkt der Sommerturniere in Rhynern wird die internationale Vielseitigkeit sein, die vom 23. bis zum 25. Juli stattfinden wird. Unter Corona-Bedingungen gingen im vergangenen Jahr im CCI3* zum Abschluss 60 Pferde ins Gelände, beim CCI2* waren es sogar 137. „Und ich denke, es werden in diesem Jahr nicht weniger“, sagt Elmar Siepmann. Denn zum ersten Mal werden in beiden Wettbewerben gleichzeitig die westfälischen Meister in allen Altersklassen ermittelt. Premiere in Rhynern hat zudem eine international ausgeschriebene Einsteigerprüfung (CCI1* Intro).

Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit Top-Reitern aus der Szene, darunter auch Lokalmatadorin Sophie Leube aus Süddinker. Dafür wurde die ohnehin viel gelobte Geländestrecke noch einmal aufgepeppt. „Wir haben die Corona-Pause genutzt und mehr als 20 neue Sprünge gebaut und auch den Boden im Wasser ausgetauscht“, berichtet Siepmann. Erneuert wurde in diesem Rahmen auch der Dressurplatz.

Hilfe aus der Nachbarschaft

Bei einem derart großen Andrang, wie ihn die Turnierverantwortlichen erwarten, ist Hilfe aus der Nachbarschaft willkommen. Der Werner Springreiter und Landwirt Viktor Birkenheier, der seit dem vergangenen Jahr Pächter auf dem Hof von Wilhelm Schulze-Buxloh ist, wird unter anderem Boxen für die Vielseitigkeitspferde zur Verfügung stellen. „Das hat im vergangenen Sommer gut geklappt, warum sollten wir nicht weiter kooperieren“, sagt Siepmann. Denkbar ist, dass dieses Mal der Springplatz auf dem Hof Schulze-Buxloh, den Birkenheier auf S-Niveau hergerichet und mit neuem Sand versehen hat, für das Turnier genutzt wird.

Bis zum ersten Ritt am 7. Juli wartet in der Kürze der Zeit noch eine Menge Arbeit auf Organisatoren und Helfer. „Im Moment ist bei uns ein bisschen ein Stau. Es ist doch eine ganze Menge zusammengekommen“, sagt Siepmann. Die Erfahrungen aus den 18 Tagen Corona-Turnier im vergangenen Jahr werden da sicherlich helfen. Immerhin ist die Dacherneuerung an der Reithalle am Freitag weitestgehend abgeschlossen worden. Es muss noch abgerüstet werden.

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