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Fünfter DM-Titel für Kai Schäfers - Nächstes Ziel: WM auf dem Gardasee

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Von: Peter Schwennecker

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Der Hammer Kai Schäfers (links) und der Berliner Kay-Uwe Lüdtke sicherten sich erneut den deutschen Meistertitel im Flying Dutchman.
Der Hammer Kai Schäfers (links) und der Berliner Kay-Uwe Lüdtke sicherten sich erneut den deutschen Meistertitel im Flying Dutchman. © @ ChristianBeeck.de

Der Hammer Segler Kai Schäfers hat einmal mehr seine Ausnahmestellung in der Flying-Dutchman-Klasse bestätigt.

Hamm – Gemeinsam mit seinem Berliner Partner Kay-Uwe Lüdtke wurde Kai Schäfers jetzt auf der Kieler Förde beim Revival der olympischen Segelregatten von 1972 erneut internationaler Deutscher Meister. Für Schäfers war es bereits der fünfte EM-Titel nach 2011, 2014, 2016 und 2017. Viermal davon war der Hammer Vorschoter mit seinem Berliner Steuermann erfolgreich. Nur einmal (2014) saß Schäfers selbst an der Pinne. Weil Lüdtke verhindert war, fuhr er gemeinsam mit dem Niederländer Peter van Koppen zum Titel.

Revanche gegen ungarisches Boot

Noch erfreulicher als der erste Platz war für das deutsche Spitzenduo die Tatsache, dass ihnen die erfolgreiche Revanche für die knappe Niederlage beim Wettbewerb der Kieler Woche vor einigen Wochen gelang. Im Juni waren Lüdtke/Schäfers den Ungarn Szabolcs Majthenyi und Andras Domokos nur knapp unterlegen. Diesmal gewannen sie recht souverän vor den Ungarn, mussten dennoch bis zur siebten und letzten Wettfahrt zittern.

„Wir hatten diesmal in Kiel einen richtig guten Start“, berichtete Schäfers. Gleich am ersten Regattatag feierte er mit seinem Berliner Steuermann auf der Förde zwei Siege, zudem einen dritten Platz. Damit hatten sie gleich die Führung übernommen, die sie bis zum Ende nicht mehr abgaben, obwohl zum Auftakt des zweiten Tages ein achter Platz gleich das Streichresultat von insgesamt sieben Rennen lieferte. Nach Rang sechs und zwei hatten Lüdtke/Schäfers vor der letzten Wettfahrt noch einen Punkt Vorsprung vor Majthenyi/Domokos. „So mussten wir im letzten Rennen nur vor den Ungarn bleiben“, berichtete der Hammer Segler.

Emotionaler Abschluss auf der Förde

Und zum Schluss ging es, so Schäfers, noch einmal sehr emotional auf der Förde zu. „Vom Start an haben wir die Ungarn gecovert, sie praktisch vor dem Wind gedeckt. Für das deutsche Duo ein Erfolgsrezept, denn Majthenyi/Domokos gelang es so nicht, Schäfers/Lüdtke zu überholen. Während die Ungarn am Ende nur auf Platz fünf einliefen, segelten Lüdtke/Schäfers allen davon und feierten ihren dritten Sieg im laufenden Wettbewerb. So lagen sie am Ende einschließlich des Streichresultats deutlich mit fünf Punkten vor den Ungarn.

Gelungene Generalprobe für Italien

Damit haben Lüdtke/Schäfers noch einmal reichlich Selbstvertrauen für die vom 5. bis 10. September anstehenden Flying-Dutchman-Weltmeisterschafen im italienischen Campione del Garda getankt. „Das war hier schon eine Art Mini-WM. Ein Top-Feld, ein gutes Revier und enge Rennen. Deshalb zählt das für uns richtig viel. Die WM ist nun offen“, meinte der Berliner Lüdtke.

Auf dem Gardasee hoffen Lüdtke/Schäfers nach mehreren Anläufen auf den ganz großen Coup. Im vergangenen Jahr lagen sie bei der WM in Altea wie 2019 in Nelson am Ende nur knapp hinter Majthenyi/Domokos, wurden damit bereits zum dritten Mal Vizeweltmeister. 2016 wurden Lüdtke/Schäfers in Steinhude nur von den Dänen Jørgen und Jacob Bojsen-Møller geschlagen. Mit der Goldmedaille in Campione würde das Duo das Ziel aller Träume erreichen.

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