Kanu

Fünf Medaillen und eine Überraschung

Drei Medaillengewinner von Hamburg und eine Nominierte für die Olympic Hope Games: Trainer Björn Hilbk mit (von links) Caroline Fink, Fiona Trojca, Rosalie Middendorff und LionTrojca. Es fehlt Marie Allendorf.
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Drei Medaillengewinner von Hamburg und eine Nominierte für die Olympic Hope Games: Trainer Björn Hilbk mit (von links) Caroline Fink, Fiona Trojca, Rosalie Middendorff und LionTrojca. Es fehlt Marie Allendorf.

Je zwei Silbermedaillen für Marie Allendorf und Fiona Trojca, eine weitere für Caroline Fink, eine bronzene für Lion Trojca und als Überraschung die Einladung für Rosalie Middendorff zu den Olympic Hope Games in Tschechien – die Bilanz des Kanu-Rings Hamm bei den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Kanurennsport kann sich sehen lassen.

Hamm - „Es hätten ein oder zwei Medaillen mehr sein können, aber im Grunde sind wir zufrieden“, sagte Björn Hilbk, der in Hamburg 15 junge Hammer Sportlerinnen und Sportler coachte. „Es waren ein paar vierte Plätze dabei, das war ein bisschen unglücklich. Aber vierte Plätze bei einer DM sind ja auch nicht sooo schlecht...“, meinte der Trainer am Montag, während der Trailer geleert und die Boote im neuen Wassersportzentrum wieder eingelagert wurden.

So verpasste Luna Reckmann bei der weiblichen Jugend mit Mia Florkowski vom KC Friedrichsfeld Bronze im K2 über 200 Meter nach 42,48 Sekunden lediglich um zwölf Hundertstel.

Middendorff zu den Olympic Hope Games

Auch Rosalie Middendorff gehörte gemeinsam mit Luna Reckmann im K2 der weiblichen Jugend zu den Viertplatzierten und holte in weiteren Booten gute Platzierungen, was die – für sie unerwartete – Nominierung in das Team für die Olympic Hope Games vom 10. bis zum 12. September in Racize (CZE) nach sich zog. „Ich hatte insgeheim aber damit gerechnet“, meinte ihr Trainer. Da war der große Frust über die knapp verpasste Medaille fast schon vergessen.

Allendorf und Trojca knapp an Gold vorbei

Ganz nahe an der Goldmedaille waren bei den Juniorinnen Marie Allendorf und Fiona Trojca im K4 des Landesverbandes NRW. Gemeinsam mit Marina Bärg (Duisburg) und Chelsea-Lynn Roussiekan (Düsseldorf) benötigten sie im Endlauf über 500 Meter 1:41,70 Minuten und lagen damit nur 29 Hundertstel hinter dem Siegerboot der RG Sachsen. Gemeinsam mit Roussiekan gewann Trojca ihr zweites Silber im K2 der Juniorinnen über 200 Meter. Allendorf holte ihre zweite Silbermedaille ebenfalls gemeinsam mit Roussiekan – hier im K2 über 500 Meter.

Die 17-Jährige kam am Sonntag aus Hamburg erst gar nicht mehr zurück nach Hamm, sondern reiste gleich weiter zum nächsten Lehrgang nach München. Björn Hilbk: „Um 14 Uhr ist sie noch den Endlauf im K4 gefahren, um 16 Uhr ging es vom Hamburger Hauptbahnhof direkt nach München.“ Dort bereiten sich die deutschen Nachwuchskanuten auf die Junioren- und U23-Weltmeisterschaft vor, die vom 3. bis zum 6. September im portugiesischen Montemor-o-Velho stattfinden wird. Allendorf wird dort mit Estella Damm (Dresden), Jette Brücker (Karlsruhe) und Vanessa Stramke (Neubrandenburg) den deutschen K4 besetzen – das Quartett also, das Ende Juni bei den Europameisterschaften in Posen die Silbermedaille gewann.

Die beiden weiteren Medaillen für den Kanu-Ring Hamm gab es auf den Langstrecken: Caroline Fink gewann Silber im Einer der Juniorinnen über 5000 Meter. Nach 23:43,55 Minuten lag sie knapp zwei Sekunden hinter der Siegerin, Karo Weber aus Dresden. Zuvor hatte sie sich in einem taktisch klugen Rennen mit einer Dreier-Gruppe frühzeitig vom Feld abgesetzt. Auch für Fink ist die Saison noch nicht beendet. Sie wird im September an der Marathon-Weltmeisterschaft in Rumänien teilnehmen.

Eine Medaille bei den Jungen

Für die einzige Hammer Medaille bei den Jungen sorgte Lion Trojca. Er holte als Mitglied des NRW-Bootes im K4 über 5000 Meter den dritten Platz. Es war die erste der ersehnten Medaillen für Hamm bei den Titelkämpfen. Bei den Schülern belegte Philipp Fink einen guten fünften Platz in der Gesamtwertung im Kanumehrkampf.

Auch wenn die „Deutsche“ durch die sehr harten Corona-Einschränkungen bei weitem nicht an den Charme früherer Jahre herankam, war Björn Hilbk am Ende froh, „dass die Meisterschaft überhaupt in diesem Jahr stattgefunden hat. Am Schlimmsten war es dabei wohl für die Eltern, weil sie nicht so nahe dran waren wie sonst“

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