ASV mit frischem Selbstbewusstsein gegen Bittenfeld

+
ASV-Torwart Tomas Mrkva befindet sich in einer starken Form und will auch am Freitag ein wichtiger Rückhalt sein.

HAMM -  Angesichts der guten Leistungen der vergangenen Wochen reist Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen am Freitag mit viel Selbstvertrauen nach Stuttgart, wo er auf den Tabellenfünften TV Bittenfeld (20 Uhr) treffen wird. „Wenn wir an einem Tag schon solche Reisestrapazen auf uns nehmen, denn wollen wir auch etwas mitnehmen“, hofft Trainer Kay Rothenpieler.

Laut Rothenpieler muss das nicht unbedingt ein Sieg sein, der bei den heimstarken Schwaben, die erst zweimal vor eigenem Publikum verloren haben, nur schwer zu erreichen sein wird. „Zumindest mit einem guten Gefühl wollen wir die Heimreise antreten“, sagt der Coach.

andballzweitligist ASV Hamm-Westfalen spielt am Freitag beim TV Bittenfeld. Anwurf ist um 20.00 Uhr, Lippewelle-Reporter Matze Dröge berichtet live. Zur Lippewelle-Seite.

Doch in der Scharrarena ist der TVB eine Macht. Bisher haben es nur die DJK Rimpar Wölfe (25:28) und der SC DHfK Leipzig (21:24) geschafft, in Stuttgart zu gewinnen. Der TV Großwallstadt (25:25) und Spitzenreiter TSG Friesenheim (26:26) erkämpften bei den Bittenfeldern immerhin ein Unentschieden. Zuletzt kassierte das Team aus dem „Ländle“ allerdings eine empfindliche 25:30-Klatsche in Bad Schwartau. Was die Mannschaft von Trainer Jürgen Schweikardt besonders gefährlich macht, denn vor der Heimkulisse will sie natürlich Wiedergutmachung betreiben.

Personell sind die Sorgen beim ASV Hamm-Westfalen weiter groß. Besonders die Tatsache, dass aufgrund der Verletzungen von Björn Wiegers (Adduktorenprobleme) und Jan Brosch (Bandscheibenvorfall) mit Jakob Macke nur ein Kreisläufer zur Verfügung steht, stellt Mannschaft und Trainer vor einige Probleme. Zumal Macke auch noch in der Abwehr des ASV ein sehr wichtiger Stabilitätsfaktor ist.

Bei der letzten knappen Heimniederlage gegen das Spitzenteam aus Erlangen ließ Rothenpieler phasenweise abwechselnd Marian Orlowski und Markus Fuchs die Abwehraufgaben übernehmen, damit sich Macke auf sein Kreisläuferspiel konzentrieren konnte. „Das hat eigentlich recht gut geklappt“, meint Rothenpieler, der sich vorstellen kann, ähnlich auch in Stuttgart zu agieren. „Wir haben in den vergangenen Wochen ohnehin immer wieder große personelle Probleme gehabt und die Situationen trotzdem gut gemeistert“, erklärt der Hammer Coach.

Und der hat die Saison, obwohl die Mannschaft derzeit jenseits von Gut und Böse steht, längst noch nicht abgeschrieben. „Wir wollen auch in Bittenfeld die ansteigende Formkurve der vergangenen Wochen bestätigen“, betont Rothenpieler. „Schließlich geht es darum, uns ein gutes Gefühl vor den anstehenden nächsten Heimaufgaben gegen Leutershausen, Hüttenberg und Altenholz zu holen. Die wollen wir unbedingt gewinnen.“ Ein genaues Saisonziel in Sachen Punktebilanz oder Abschlussplatzierung hat sich Rothenpieler nicht vorgestellt. „Doch wenn wir die sechs Punkte aus den Heimspielen holen, dann hätten wir 38 Zähler auf dem Konto und damit eine sehr gute Saison gespielt.“

Fehlen wird dem ASV in Bittenfeld neben den schon erwähnten Kreisläufern Brosch und Wiegers auch Fabian Huesmann. Der Linksaußen, der gerade erst einen Außenbandriss auskuriert hatte, klagt jetzt über Knieprobleme. Eine genaue Diagnose wird Rothenpieler erst in den nächsten Tagen vorliegen. Wichtig werden auf jeden Fall wieder die Torhüter sein. Tomas Mrkva zeigte zuletzt gegen den designierten Bundesliga-Aufsteiger HC Erlangen eine klasse Leistung und hatte mit 20 Paraden in der Begegnung maßgeblichen Anteil daran, dass die Hammer mit dem Spitzenteam lange auf Augenhöhe agieren konnten. Wenn er wieder einen „Sahnetag“ erwischen sollte, wäre das schon einmal ein äußerst wichtiger Baustein für ein aus Hammer Sicht gutes Resultat. - P. Sch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare