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Freitag soll der Aufstieg her: Der ASV-Geschäftsführer hat wieder viel Lust auf Trubel

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Von: Patrick Droste

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Thomas Lammers (rechts), hie r im Duell mit Filip Jícha, dem derzeitigen Trainer von THW Kiel, gelang mit dem ASV 2010 als Spieler bereits der Aufstieg in die Bundesliga – und will dies nun auch als Geschäftsführer schaffen.
Thomas Lammers (rechts), hie r im Duell mit Filip Jícha, dem derzeitigen Trainer von THW Kiel, gelang mit dem ASV 2010 als Spieler bereits der Aufstieg in die Bundesliga – und will dies nun auch als Geschäftsführer schaffen. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Thomas Lammers kann sich an diesen 16. Mai im Frühjahr 2010 noch bestens erinnern.

Hamm - „Thomas Rycharski hat da kurz vor Ende per Tempogegenstoß das letzte Tor geworfen. Und danach war pure Freude angesagt mit Jubel, Trubel, Heiterkeit. Das ist noch alles sehr präsent“, sagt Lammers, der damals als Spieler mit dem ASV Hamm durch den 29:24-Sieg über den SV Post Schwerin den Aufstieg in die Bundesliga feieren durfte und am Freitag das Gleiche als Geschäftsführer des ASV Hamm-Westfalen schaffen will, wenn der Tabellenzweite in der mit 2650 Zuschauern ausverkauften Westpress-Arena den TV Großwallstadt (19.15 Uhr) empfängt. Wir berichten hier Freitagabend im Live-Ticker.

Doch es gibt, so verrät der mittlerweile 37-Jährige, einige Unterschiede zwischen damals und heute. Vor zwölf Jahren sei der Aufstieg von Beginn der Saison an das große Ziel gewesen, alles sei auf den Sprung in das Oberhaus ausgerichtet gewesen. In dieser Spielzeit habe der ASV vor dem Start angesichts der Leistungsdichte in der 2. Bundesliga einen Platz zwischen sechs und acht angepeilt. „Je länger die Saison dauerte, haben wir die Ziele dann angepasst. So haben wir irgendwann gemerkt, ja cool, es ist Mai, und wir sind noch dabei. Und jetzt ist Juni, und es geht für uns um alles“, erklärt er und verspürt eine riesengroße Vorfreude, wenn er an Freitagabend denkt und die Hammer das wiederholen können, was der Verein 2010 schon einmal geschafft hatte.

„Die Underdogs der Bundesliga“

„Die Gefühlslage bei uns allen ist überragend. Das ist echt der Wahnsinn. Jeder muss wissen und weiß es auch, worum es geht. Solche Spiele hat man nicht jedes Jahr“, stellt er klar und verrät, dass im Falle des Aufstiegs zwar eine Menge Mehrarbeit auf ihn zukommen, er diese aber gerne annehmen wird. „Dafür macht man das alles doch“, meint er und hat sich daher auch schon intensiv damit auseinander gesetzt, was ihn und den ASV erwarten wird, wenn es mit dem Aufstieg tatsächlich klappen sollte. „Vom Kader und von den wirtschaftlichen Voraussetzungen her werden wir zu den Underdogs der Bundesliga gehören. Wir werden sicherlich nicht wie der HSV Hamburg nach seinem Aufstieg einen neuen Hauptsponsor finden, der uns große Sprünge erlaubt. Aber durch den Aufstieg werden sich auch für uns neue Möglichkeiten ergeben. Wir wissen, dass wir uns dann verstärken müssen, aber wir werden kein Harakiri machen, sondern nur das Geld ausgeben, das wir auch verdienen“, sagt Lammers und beantwortet die Frage, ob der ASV bereit sei für die Bundesliga mit einem klaren „Ja“.

Hinzu komme, so fügt er weiter an, dass er bei den Planungen auf ein eingespieltes Team zurückgreifen könne. Das sei vor zwölf Jahren völlig anders gewesen, als der ASV Hamm und die Ahlener SG, damals beide Topteams der 2. Liga, fusionierten und das Abenteuer Bundesliga gemeinsam angingen. „Das waren damals zwei GmbHs, mit zwei kompletten Teams, mit zwei Geschäftsstellen und unterschiedlichen wirtschaftlichen Backgrounds. Das alles hat viele Probleme verursacht. Jetzt sind wir da anders aufgestellt, haben ganz andere Rahmenbedingungen“, stellt Lammers klar.

Abschiede diesmal erst nach dem Spiel

Doch bevor er sich um eine neue Ausrichtung in der Bundesliga kümmert, ist er erst einmal genauso wie Trainer Michael Lerscht und die Spieler auf die Partie am Freitag fokussiert. Und damit auch die Aktiven auf der Platte das Gefühl haben, dass zumindest vom Ablauf her alles seinen gewohnten Gang gehen wird, werden die Spieler, die den Verein nach dieser Saison verlassen und sonst immer vor der letzten Heimpartie verabschiedet wurden, dieses Mal erst nach der Begegnung geehrt.

„Wir werden einen passenden Moment finden. Das soll auf keinen Fall zu kurz kommen“, sagt Lammers mit Blick auf Gerrit Genz, Sören Südmeier, Florian Schöße, Dani Baijens, Jan Brosch, Matej Mikita und Alexander Engelhardt, die vor ihrem letzten ASV-Heimspiel stehen.

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