Frauenfußball

Hölzken und HSC mischen mit: Hammer Teams hoffen auf Aufstieg in die Bezirksliga

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Die Fußballl-Frauen des TuS Germania Lohauserholz – hier im Spiel gegen TVG Flierich-Lenningsen – sehen sich im Rennen um die Kreisliga-Meisterschaft nur als Außenseiterinnen.

In der Frauenfußball-Kreisliga tobt ein Dreikampf um den begehrten Aufstiegsrang – mittendrin sind mit dem TuS Germania Lohauserholz und dem Hammer SC auch zwei Hammer Teams. In den kommenden Wochen warten einige brisante Partien auf das Spitzentrio, das der RW Unna komplettiert.

Hamm – Der HSC führt zwar die Tabelle mit 37 Punkten an, Rot-Weiß Unna kann dank eines Nachholspiels aber an den Hammerinnen vorbeiziehen. „Ich rechne mit einem Dreikampf bis zum Schluss. Wir werden schauen, wer dann am Ende schwächelt“, sagt HSC-Trainer Hassan Kaichouh. Am kommenden Samstag trifft dann zunächst der TuS Germania Lohauserholz auf die noch ungeschlagenen Unnaerinnen, ehe in zwei Wochen der HSC im Spitzenspiel bei den Rot-Weißen antritt.

Die TuS-Frauen liegen zwei Zähler hinter dem HSC auf Rang drei, haben aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto als der kommende Gegner aus Unna. Mit einem Auswärtssieg könnte sich die Mannschaft von Trainerin Isabell Häger wieder in Schlagdistanz bringen. „Da wir leider durch zwei Remis und eine Niederlage Punkte verloren haben, können wir den Aufstieg aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Wir müssen darauf hoffen, dass Unna Punkte liegen lässt“, ist sich Häger der Außenseiterrolle durchaus bewusst. „Die Meisterschaft war vor der Saison aber sowieso nicht das Ziel. Wir wollen vor allem schönen Fußball spielen und das Team immer weiter nach vorne bringen.“

Um die Chance dennoch zu wahren, benötigt ihre Elf gegen Unna dringend einen Sieg. „Wir werden auf unsere starke Offensive setzen, die in 15 Spielen 92 Treffer erzielt hat. Durch unsere Neuzugänge haben wir sowohl den Angriff als auch die Defensive weiter verstärkt und konnten uns in den vergangenen Testspielen und Turnieren als Mannschaft einspielen“, sagt Häger. Eine der Neuen ist keine Unbekannte. Mit Maria Asnaimer stieß in der Winterpause Deutschlands zweitbeste Torjägerin der vergangenen Saison zum Team. Unglaubliche 81 Treffer in 20 Partien erzielte sie im vergangenen Jahr, damals noch im Trikot der Hammer SpVg. Es hätten noch weitaus mehr sein können, hätten viele Teams nicht schon im Vorfeld die Partie abgesagt.

Neuzugang Asnaimer fügt sich sofort ein

Am Saisonende stand für die HSV-Frauen der Aufstieg in die Bezirksliga, Unna musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Ab sofort läuft sie für den TuS auf und würde dieses Szenario gerne wiederholen. In ihren ersten beiden Partien für Lohauserholz erzielte Asnaimer bereits sechs Treffer. „Wir haben schon länger gute Gespräche mit ihr geführt und sind froh, dass sie jetzt bei uns ist. Der Verein steht hier voll hinter dem Frauenfußball und unterstützt uns, wo es nur geht. Zudem haben wir einen dynamischen und großen Kader. Ich denke, das hat sie überzeugt“, freut sich Häger über den Neuzugang.

In der Woche darauf gastiert dann auch der aktuelle Tabellenführer Hammer SC 08 in Unna. „Wenn alles gut läuft, haben wir eine Chance“, sagt HSC-Trainer Kaichouh. Dabei ist auch im Hammer Süden der Aufstieg nicht das ursprüngliche Ziel gewesen. „Wir sind im vergangenen Jahr aus der Bezirksliga abgestiegen, konnten aber die Truppe zusammenhalten. Wir wollten oben mitspielen, vom Aufstieg war nie die Rede. Wenn es trotzdem klappt, sagen wir natürlich nicht nein.“, so Kaichouh Dabei können auch die HSC-Frauen einen starken Neuzugang vermelden. Ann-Kathrin Rosenberg kommt vom TuS Niederaden und bringt reichlich Landesliga-Erfahrung mit.

Das Spiel gegen Unna bleibt nicht der letzte Saisonhöhepunkt. Nur zehn Tage nach dem Duell im Ligabetrieb geht es im Kreispokal erneut gegen die Rot-Weißen. Am letzten Spieltag der Saison wartet dann noch das direkte Aufeinandertreffen der beiden Hammer Aufstiegsaspiranten. „Das Spiel gegen Lohauserholz ist besonders interessant. Dort könnte letztendlich die Meisterschaft entschieden werden“, weiß auch Kaichouh um die Bedeutung der Partie

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