Hammer Eisbären verlieren das erste Testspiel mit 2:4

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Keine Selbstverständlichkeit nach den schweren vergangenen Wochen: In der Eissporthalle am Maximilianpark traten die Hammer Eisbären am Abend zu einem Testspiel an.

HAMM -  Die allgemeine Freude war groß, als die Begegnung angepfiffen wurde. „Ich bin froh, dass ich einfach mal nur Eishockey gucken darf“, sagte beispielsweise Jan Koch, Pressesprecher der Hammer Eisbären. „Die letzten Wochen waren unheimlich stressig.“

Doch mit dem ersten Testspiel, das der Eishockey-Oberligist am Freitagabend gegen den Nord-Oberligisten GEC Ritter Nordhorn mit 2:4 (0:0, 1:1, 1:3) verlor, war nicht nur ihm, sondern allen Verantwortlichen des „Krisenstabs“ klar, dass sich der auf den Ausstieg der Kenston-Unternehmensgruppe folgende Kampf um den Erhalt des Eishockey-Standorts Hamm in den vergangenen Tagen gelohnt hatte – auch wenn noch einiges an Arbeit ansteht (WA berichtete).

„Für das erste Spiel war das schon ganz gut, vor allem das erste Drittel“, sagte Trainer Daniel Galonska. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Die Zahl der Trainingseinheiten vor dem Testspiel war äußerst überschaubar gewesen – umso überraschender war die Tatsache, dass die Eisbären im ersten Drittel vor 280 Zuschauern in der Eissporthalle am Maximilianpark die bessere Mannschaft stellten. Und das schlug sich auch im Chancenverhältnis nieder. Schon in der ersten Minute tauchte Niklas Clusen frei vor dem Tor von Nordhorns Goalie Tim Stenger auf, verzog allerdings. Gegen Connor Gilmartin verhinderte der Schlussmann mit einer Glanzparade den Rückstand (12.). Gilmartin wurde kurzfristig der neue Tryout-Spieler bei den Eisbären, nachdem der Amerikaner Daniel Carter aus familiären Gründen in seiner Heimat bleiben musste. Die Hammer wirkten insgesamt frischer und wacher, waren fast immer schneller und hatten abermals durch Klusen die Möglichkeit zur verdienten Führung (17.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild, Nordhorn stand nun stabiler, bot nicht mehr so viel Raum. Nachdem Clusen eine weitere Großchance vergeben hatte (28.), sorgte Sascha Schophuis im direkten Gegenzug auf Vorlage von Milan Vanek für die Führung der Gäste. Doch nach zwei guten Gelegenheiten für Karl Jasik (34.) und Clusen (35.) gelang Igor Furda kurz vor dem Ende des Mitteldrittels aus dem Gewühl heraus das 1:1 (40.) für die Hammer, bei denen nach einer halben Stunde Thomas Mende für Dennis Kohl im Tor stand. „Bis zum zweiten Drittel haben die Jungs die Vorgaben gut umgesetzt. Uns hat auch etwas das Glück gefehlt“, meinte Galonska.

Im dritten Abschnitt schwanden allerdings die Kräfte. Vanek (44.), Martin Wenter (51.) und Pierre Kracht (56.) sorgten für eine 4:1-Führung der Nordhorner, den Schlusspunkt setzte allerdings Jasik (59.). „Läuferisch“, meinte Galonska, „müssen wir uns noch verbessern. Aber wir haben ja noch etwas Zeit.“ Und vor allem eine Perspektive. - St

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