FLVW nennt 2. Mai als möglichen Termin für Saisonfortsetzung

Eine Perspektive für den Restart im Amateurfußball

Am 2. Mai könnte es für die Oberligisten Hammer SpVg und Westfalia Rhynern (hier Luca Hildebrandt, links, und Tim Neumann nach dem Derby im Oktober) und alle anderen Hammer Vereine mit der Saison weitergehen.
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Am 2. Mai könnte es für die Oberligisten Hammer SpVg und Westfalia Rhynern (hier Luca Hildebrandt, links, und Tim Neumann nach dem Derby im Oktober) und alle anderen Hammer Vereine mit der Saison weitergehen.

Mit dem Anfang März von der NRW-Regierung angekündigten Öffnungsfahrplan aus dem Corona-Lockdown auch für den Sport haben vor allem die im Freien aktiven Fußballer eine Perspektive, wann sie ihre Saison 2020/21 doch noch fortsetzen können. Der FLVW hat sich dazu geäußert.

Hamm – Auf einem virtuellen Treffen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) mit Vertretern der Oberliga-Vereine am Dienstagabend nannte Vizepräsident Manfred Schnieders nun den Sonntag, 2. Mai, als Termin, wann es in allen Klassen wieder losgehen könnte.

„Wer rechnen kann, kommt auf den 2. Mai“, meinte Schnieders lapidar. Das Land hatte angekündigt, dass bei einer Inzidenz unter 100 ab dem 5. April Kontaktsport auch ohne zusätzliche Schnelltests draußen wieder möglich sein soll, und der FLVW hatte erklärt, dass alle Vereine vier Wochen Vorbereitungszeit erhalten werden, bevor wieder um Punkte gespielt werden soll. Allerdings betont Schnieders, dass alles von der weiteren Pandemie-Entwicklung abhänge. „Das sind erst einmal Überlegungen, was gehen könnte“, erläuterte Schnieders. Schließlich hingen alle Pläne davon ab, dass die landesweite Inzidenz unter 100 bleibt.

Ziel ist eine Wertung der Saison

Wenn es am 2. Mai wieder losgehen sollte, werden die ausgefallenen Spieltage der Reihe nach terminiert, Nachholspiele werden auf Termine gelegt, „wo es sich anbietet“, sagt Schnieders. In der Oberliga hängt der Holzwickeder SC beispielsweise mit nur sechs ausgetragenen Partien bereits vier hinter dem Rest der Liga hinterher. Die Hammer SpVg und Westfalia Rhynern traten bislang achtmal an. Ziel des FLVW ist es weiter, wenigstens eine einfache Runde zu Ende zu bringen und dann auf dieser Basis zu werten.

„Je mehr Spiele durchgeführt werden, umso besser“, sagt der Vize-Präsident. Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni, wie sie der niedersächsische Verband im Bedarfsfall bis zum 21. Juli angekündigt hat, wird derzeit nicht erwägt. Schnieders nennt als Gründe, dass Verträge dann enden würden und neue Kader zu einer Wettbewerbsverzerrung führen würden. Bis zu diesem Datum seien aber alle angesetzten Partien verpflichtend, egal ob sie in die Wertung mit einfließen oder nicht.

Stolperstein lokale Inzidenz

Noch keine Lösung hat der FLVW für den Fall, dass einzelne Kreise oder Kommunen Sport aufgrund hoher lokaler Inzidenzen verbieten, während drumherum weitergespielt werden kann. Der Kreis Unna hatte im Oktober mit dieser Entscheidung für großes Durcheinander und damit letztlich zur Aussetzung aller Partien auf Kreisebene gesorgt, noch bevor es zum Lockdown gekommen war.

Ein Datum, aber bis dahin auch viel Ungewissheit

Am Papenloh und im Hammer Osten werden sie die Entwicklung in den kommenden Tagen und Wochen genau im Auge haben. „Man hat ein bisschen Hoffnung, weil man einen Punkt hat, an den man sich halten kann“, sagt Rhynerns Teammanager Max Schulte, der am Dienstag bei der Konferenz dabei war: „Ob es so umgesetzt werden kann, weiß aber keiner.“ Schön sei es, wieder ein Ziel vor Augen zu haben. „Wir freuen uns darüber. Die oberste Prämisse ist aber die Gesundheit aller.“

Wo Schulte schon vorsichtig mit seinem Blick in die Zukunft ist, äußerst sich bei der HSV Fußball-Abteilungsleiter Dirk Blumenkemper noch eine Stufe verhaltener. „Das bleibt alles schwer zu greifen. Das gleicht immer noch einem Blick in die Glaskugel“, sagt er. „Wir wissen jetzt immerhin, dass auf jeden Fall gespielt werden soll, wenn es die Möglichkeit dazu gibt“, meint Blumenkemper, stellt aber gleich die Sinnhaftigkeit des Ganzen angesichts der ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie in Frage. Bei einem Spielbeginn im Mai hätte die Meisterschaft übrigens ein halbes Jahr geruht.

Keine Option ist derweil selbst für die beiden Hammer Oberligisten eine Wiederaufnahme des Trainings am 22. März. Das würde der Öffnungsplan bei Nutzung von Schnelltests im Seniorenbereich ab diesem Datum erlauben. „Wer soll das bezahlen?“, stellte Blumenkemper die offensichtliche Frage.

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