Flutlicht, Zäune, Sicherheitsraum: HSV treibt Planungen voran

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Die Evora Arena, Heimspielstätte der Hammer SpVg, muss für die Regionalliga ein wenig umgebaut werden. So wird demnächst unter anderem der Zaun um die Anlage herum erhöht.

Hamm - Die Hammer SpVg fährt in diesen Wochen zweigleisig - sowohl sportlich als auch in Sachen Infrastruktur. Unter anderem soll eine neue Flutlichtanlage kommen.  

Es sind derzeit arbeitsreiche Wochen für die Hammer SpVg. Und das auch noch zweigleisig. Denn der Oberligist muss nicht nur den Kader für die kommende Saison zusammenstellen, ohne definitiv zu wissen, ob das Team in der nächsten Spielzeit weiter fünftklassig oder in Regionalliga auflaufen wird (der WA berichtete). 

Sondern die Verantwortlichen des Traditionsvereins aus dem Hammer Osten müssen auch in Sachen Stadion für den Fall des Aufstiegs gewappnet sein und die Evora Arena so umbauen, dass sie den Vorgaben des Verbandes entspricht und tauglich für die Regionalliga ist. „Das ist definitiv ein strammes Programm, das wir zu bewältigen haben“, sagt Vereins-Manager Werner Schuht.

Zäune und Pflastersteine im Fokus

Es sind gleich vier Dinge, die die HSV in Sachen Um- und Ausbau des Stadions realisieren muss, wenn am letzten Juli-Wochenende die neue Regionalliga-Saison beginnt – vorausgesetzt, die Mannschaft hat in den kommenden Wochen die sportliche Qualifikation geschafft. So muss die äußere Umzäunung um die Anlage von 1,80 auf 2,20 Meter erhöht werden. 

Dann muss der Boden im Gästebereich neu gemacht werden. Derzeit liegen dort noch Pflastersteine, die aber vom Verband beanstandet worden sind. Aus Sicherheitsgründen muss der Boden asphaltiert werden. 

Sicherheitszentrale im Kaminzimmer?

Zudem muss für die Polizei und die Sicherheits-Mitarbeiter ein eigener Raum geschaffen werden. Hier soll das Kaminzimmer im HSV-Casino entsprechend hergerichtet werden. 

„Von dort hat man ja einen guten Blick Richtung Spielfeld“, betont Schuht, der verrät, dass alleine für diese drei Maßnahmen Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro auf die Hammer SpVg zukommen werden.

Stadt übernimmt wohl 150.000 Euro

Außerdem muss ein Verein, der in der Regionalliga aufläuft, aber auch noch ein Spielfeld mit einer Flutlichtanlage haben. Diese muss die HSV ebenfalls installieren und rechnet dafür mit weiteren 100.000 Euro. 

„Definitiv wissen wir das noch nicht. Aber wir haben einen Auftrag erteilt, um die genauen Kosten zu ermitteln. Aber es werden keine riesigen Masten wie in der Bundesliga. Wir werden da nur das Nötigste machen“, sagt Schuht.  

Er fügt hinzu: „Aus dem Gutachten, das im vergangenen Jahr von der Stadt erstellt worden ist, haben wir die Zusage, dass die Stadt 150.000 Euro der Gesamtkosten übernimmt. Den Rest müssten wir tragen.“ Aber es ist nicht nur das Geld, das die HSV auftreiben muss. Sondern es ist auch ein enges Zeitfenster, das den Verantwortlichen zur Verfügung steht.

Umbau während des laufenden Betriebs

Daher wollen Schuht und seine Mitstreiter schon jetzt während des laufenden Spielbetriebs mit den ersten Umbaumaßnahmen beginnen und werden demnächst eine Firma damit beauftragen, den Außenzaun zu erhöhen. 

„Wir können nicht bis zum letzten Spieltag warten, dann würden wir das nicht mehr schaffen. Wir werden schon versuchen, einige Dinge während des laufenden Spielbetriebs zu erledigen“, erklärt der Vereinsmanager, der natürlich darauf hofft, dass der Tabellenzweite der Oberliga tatsächlich die sportliche Qualifikation für die Regionalliga schafft und dass der Verein außerdem die Lizenz bekommen wird.

Ahlener Polizei äußert Bedenken

Sollte die HSV die erforderlichen Umbaumaßnahmen nicht schaffen, muss sie ein Ausweichstadion zur Verfügung haben. Dies gestaltet sich allerdings nicht ganz so einfach. Der Verein hat zwar bei der Beantragung der Lizenz das Wersestadion von RW Ahlen angegeben. Doch die Polizei in Ahlen ist aufgrund von Sicherheitsbedenken davon nur bedingt angetan. 

Denn sie befürchtet, dass die RWA-Fans für Ärger sowohl mit den Anhängern der HSV als auch des entsprechenden Gegners sorgen könnten. „Wenn alle Stricke reißen, könnten wir nach Ahlen. Es gäbe da eine Lösung. Das ist so besprochen. Aber es stehen trotzdem diese Bedenken im Raum“, betont Dennis Kocker, Vizepräsident der HSV.

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