Endspiel um den Kreispokal

Finalsieg gegen IG Bönen soll der HSV neuen Schub geben

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Philipp Grodowski, hier im Halbfinale gegen Rhynerns Jan Kleine, wird wohl trotz Knöchelprellung für die HSV auflaufen.

Sie waren nicht unbedingt Mutmacher, die beiden Testspiele  gegen den Bezirksligisten SC Sönnern (0:3) und den Landesligisten SpVg Beckum (1:3). Angst hat Steven Degelmann, Trainer der Hammer SpVg, aber nicht vor dem Kreispokalfinale am Samstag (17 Uhr, Rehbusch Bönen) gegen den Landesligisten IG Bönen.

Hamm –  „Natürlich lief es in diesen beiden Spielen nicht gut“, gibt der Coach des Oberligisten offen und ehrlich zu. „Aber trotzdem gab es da auch einige positive Erkenntnisse. Daher freuen wir uns auf dieses Spiel. Eine Finale ist immer eine schöne Sache.“ 

Als Favoriten sieht Degelmann seine Mannschaft dennoch nicht, auch wenn sie im Ligabetrieb zwei Klassen höher spielt als die IG Bönen. „Diese Mannschaft wird uns ordentlich fordern. Man weiß, was die IG vorhat und wie der Kader besetzt ist“, meint der Coach, der aber hofft, auch selbst einige Trümpfe in den Händen zu halten und den Platz am Ende als Sieger zu verlassen.

In einem "bewusst gewählten Loch"

Zuletzt, so betont Degelmann, habe sich seine Mannschaft „körperlich in einem bewusst gewählten Loch“ befunden. „Das muss ja so sein zwei Wochen vor dem Start der Meisterschaft. Ich hoffe, dass die Jungs aber am Samstag wieder die nötige Frische haben. Und wenn wir fit sind, dann sind wir auch in der Lage, die Partie erfolgreich zu bestreiten“, sagt der 37-Jährige. 

„Gegen Preußen Münster und Westfalia Rhynern waren die Jungs bereit, die Wege in der Defensive zu gehen. Wenn wir dazu die Luft haben, werden wir ein Wörtchen mitzureden haben um den Sieg.“ 

Ein freier Tag, um durchzuatmen

Daher hat er seinem Team am Freitag extra frei gegeben, um nach den intensiven Einheiten im Training und den zwei Testspielen in dieser Woche ein wenig durchzupusten und bereit zu sein für die IG Bönen. Denn dass die HSV nur zu gerne den Kreispokal gewinnen möchte, daraus macht Degelmann keinen Hehl. 

„Ich habe das Endspiel als Akteur schon einige Male gewinnen dürfen. So ein Titel ist immer schön und wird auch ganz anders gefeiert“, sagt er. Zudem erhofft er sich dadurch auch für seine Mannschaft ein wenig Rückenwind für die anstehende Meisterschaft. „Natürlich kann man dadurch das vergangene Jahr nicht einfach so vergessen machen. Aber klar, so ein Erfolg bringt schon einen Schub. Wir wollen Kreispokalsieger werden.“

 Daher ist er froh, dass ihm wahrscheinlich Philipp Grodowski wieder zur Verfügung steht. Die Probleme des Abwehrspielers am Sprunggelenk haben sich nicht als Bänderverletzung herausgestellt, sondern nur als schwere Prellung. „Das ist zwar schmerzhaft, aber nicht ganz so langwierig. Ich hoffe, dass er einsatzbereit ist“, sagt Degelmann. Definitiv nicht zur Verfügung stehen der nach seiner Roten Karte gesperrte Yunus Emre Cakir und der verletzte Anil Saraman. „Ansonsten wird aber die augenblicklich aus meiner Sicht beste Mannschaft auflaufen“, so Degelmann. 

Ungewohnte Hygiene- und Abstandsregeln

Ein wenig umstellen muss sich die Hammer SpVg in Sachen Hygiene- und Abstandregeln. Am Rehbusch in Bönen dürfen sich beim Kreispokalfinale immer nur vier Personen gleichzeitig in der Kabine aufhalten. Dies bedeutet, dass sich die Spieler nach und nach umziehen werden. 

Und dass Degelmann in der Kabine keine Mannschaftsbesprechung abhalten kann. „Wir werden uns also irgendwo eine kleine Ecke suchen,“, meint der Coach, wohl wissend, dass aber bereits ab 15 Uhr die Tickets verkauft werden und sich daher wahrscheinlich schon zwei Stunden vor dem Anpfiff die meisten Zuschauer bereits auf der Anlage aufhalten. „Na ja, am Ende geht es ja nur noch um die Aufstellung. Taktische Sachen stehen da eh nicht mehr auf dem Besprechungsplan“, sagt Degelmann – und fügt hinzu: „Es ist schon ein besonderer Rahmen.“ 

Karten nur an der Tageskasse

Karten für das Kreispokalfinale auf der Anlage der SpVg Bönen wird es ausschließlich an der Kasse geben, die ab 15 Uhr öffnen wird. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Es werden nur 250 Tickets frei verkauft. 330 Plätze stehen zwar zur Verfügung, aber die beiden Vereine erhalten je 25 Karten, für die Helfer sind weitere 30 eingeplant.

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