Fußball

Fifa-Empfehlung auch für Hammer Amateure hilfreich

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Chiquinho, Sportlicher Leiter der Hammer SpVg.

Nicht nur die Profis sind vertraglich an ihre Klubs gebunden. Auch im Amateurfußball gelten für die Spieler feste Laufzeiten, die meistens mit dem 30. Juni enden.

Hamm - Durch den anhaltenden Stillstand jeglicher Wettbewerbe im Zuge der Coronavirus-Krise wird jener feste Stichtag in diesem Jahr wohl seine Bedeutung verlieren.

Der Weltverband Fifa hatte zuletzt vermeldet, den Weg für eine mögliche Verlängerung der Fußball-Saison über den 30. Juni hinaus ebnen zu wollen. Spieler sollen trotz auslaufenden Vertrags weiter für ihren Klub auflaufen können, sofern die Spielzeit zum ursprünglich geplanten Termin noch nicht beendet ist. Im gleichen Zuge soll dann auch die bevorstehende Sommer-Transferperiode verschoben werden und erst öffnen, wenn die nationalen Ligen ihre Saison beendet haben.

Eine solche Regelung soll auch im Amateurfußball greifen. Manfred Schnieders, Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW), hatte längst bekundet, „maximale Flexibilität“ anzustreben, zu der auch eine Lockerung der Wechselfristen zählt.

Bei den Hammer Vereinen werden die jüngsten Tendenzen dankbar angenommen, doch überraschend scheinen sie nicht zu sein. „Damit haben wir schon gerechnet“, räumt Jamal Abbi, Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten TuS Wiescherhöfen, ein.

Chiquinho sieht keinen Vorteil

Für ihn ist die Verlängerung der Frist eine notwendige Maßnahme, die aber nur dann sinnvoll ist, wenn die Transferperiode tatsächlich erst nach Beendigung der aktuellen Saison einsetzt. „Es bringt zum Beispiel nichts, den Stichtag in den Dezember zu verlegen, wenn wir noch gar nicht wissen, wann wir wieder spielen können.“

Bei Fußball-Oberligist Hammer SpVg haben viele Spieler Jahresverträge. Eine Verlängerung jener Kontrakte, die derzeit nur bis zum 30. Juni gültig sind, würde dem Team von Steven Degelmann die Planung zwar erleichtern, einen Vorteil für den Klub sieht der Sportliche Leiter Chiquinho jedoch nicht: „Für die anderen Vereine ist es ja genauso. Und am Ende müssen wir es sowieso nehmen, wie es kommt.“

Die akut abstiegsbedrohte HSV könnte, sofern die Saison nicht abgebrochen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt noch nachgeholt wird, immerhin weiter auf die Spieler setzen, die den Klub eigentlich zum 1. Juli verlassen hätten.

Dazu zählt auch Stammtorwart Frederic Westergerling, der sich trotz seines Wechsels zu Landesligist TuS Bövinghausen bewusst ist, dass das Kapitel in Hamm noch nicht beendet sein muss: „Unbedingt will ich die restlichen Spiele noch machen. Genau wie die anderen Jungs will ich dann noch einmal alles geben.“

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