Ferhat Cerci bleibt bis zur Winterpause HSV-Trainer

+
Ferhat Cerci (rechts) soll bei der HSV vorerst bis zur Winterpause das Training leiten.

Hamm - Der alte Trainer ist weg, ein neuer noch nicht da – Ferhat Cerci kennt diese Situation bereits. Wie im Februar nach der Entlassung von Goran Barjaktarevic springt der U 23-Coach der Hammer SpVg auch jetzt – nach der Trennung von Oliver Gottwald – in die Bresche.

Allerdings nicht nur für eine Partie. Der 34-Jährige soll die Mannschaft vorerst bis zur Winterpause betreuen. „Danach wollen wir uns zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht“, sagt der Ex-Profi.

Cerci ist nicht der einzige, der für die Heimpartie gegen den FC Eintracht Rheine am Sonntag (14.30 Uhr) hochrückt. Auch Danny Radke und Serafettin Sarisoy stehen wieder im Oberliga-Kader. Beide Offensivkräfte durften zuletzt nur in der Landesliga kicken. Radke wurde von Gottwald im Oktober suspendiert. Den quirligen Sarisoy, der in der vergangenen Spielzeit zur Stamm-Elf gehörte, hatte er bereits vor Saisonbeginn auf Anordnung der Sportlichen Leitung in die Reserve versetzt.

Die alten, neuen Kräfte werden gebraucht, denn im ohnehin dünn besetzten Kader fehlen neben Emre Demir (Aufbautraining nach Fußbruch) gleich zwei gesperrte Akteure: Sturmtank Hugo Magouhi fällt aufgrund seiner Roten Karte aus der Partie beim TuS Ennepetal ein letztes Mal für eine Liga-Partie aus. Und auch Yakup Köse, auf dessen Schultern bislang die Hauptlast des HSV-Spielaufbaus ruhte, ist wegen der fünften Gelben Karte zum Zuschauen verdammt.

Roman Maciejak saß in der Partie gegen den SV Zweckel (0:0) nach langwieriger Verletzung (Haarriss im Beckenknochen) zwar wieder auf der Bank, er wird nach mehreren Monaten Zwangspause aber wohl erst wieder Spielpraxis in der U 23 sammeln.

Cercis Bilanz als Oberliga-Trainer ist blütenweiß. Im Februar setzte sich das Team unter seiner Aufsicht mit 1:0 beim späteren Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück durch. Einen Dreier erhofft sich der 34-Jährige auch gegen Rheine – trotz des medialen Wirbels um die Verpflichtung von David Odonkor und des Wirrwarrs nach dem Rauswurf von Gottwald. „Ich merke nicht, dass die turbulenten Tage noch in den Köpfen der Spieler sind. Im Training waren sie hochkonzentriert“, sagt Cerci.

„Sie sollen auch nicht gucken, was rechts und links passiert ist. Ihre Aufgabe sind drei Punkte gegen Rheine. Das ist eine robuste, zweikampfstarke Truppe. Da müssen wir mit Laufbereitschaft, Aggressivität und Zusammenhalt dagegen halten“, sagt der Coach.

„Wir schauen jetzt von Woche zu Woche und versuchen, oben dran zu bleiben. Meine Person ist im Moment nicht wichtig. Wichtig ist die Mannschaft. Und die muss nach der Leistung gegen Zweckel Wiedergutmachung betreiben“, sagt Cerci.

Im Gegensatz zur eher milden Ergebniskrise der HSV hatte Rheine bis zum 2:1-Sieg gegen Ennepetal am vergangenen Sonntag eine lange Durststrecke zu durchstehen. Nach dem 3:1-Erfolg beim SV Westfalia Rhynern Mitte September holte die Elf von Trainer Uwe Laurenz in sechs Partien keinen Sieg. Doch Vorsicht ist vor den Rheinern nicht nur wegen ihres frischen Selbstvertrauens geboten: Die Auswärtsbilanz kann sich mit je zwei Siegen, Remis und Niederlagen sehen lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare