HSV feiert zum Heimauftakt 4:0-Sieg gegen Stadtlohn

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Die vorentscheidende Szene: Stadtlohns Daniel Neustädter bringt Danny Radke zu Fall. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Semih Yigit zur 2:0-Führung der HSV.

Hamm - Sommer, Sonne, Heimsieg. Die Tribüne der Evora-Arena hat schon deutlich mehr Zuschauer gesehen als bei der Saison-Heimpremiere der Hammer SpVg gegen den SuS Stadtlohn. Doch so stressfrei gelöst wie nach dem 4:0 (1:0)-Erfolg war die Stimmung in den vergangenen Oberliga-Jahren nicht allzu oft. Die HSV-Spieler ließen sich nach Schlusspfiff von ihren Fans feiern; die schwache erste Halbzeit war da schon vergessen.

„Die erste Hälfte war nicht gut, das muss man so deutlich sagen. Das können wir besser, wie wir nach der Pause auch gezeigt haben“, sagte Hamms Trainer Oliver Gottwald, der sich nach Spielschluss betont nüchtern gab. Wohl auch weil er wusste, dass die Stadtlohner es seinem Team in der entscheidenden Phase kurz nach Wiederbeginn leicht gemacht hatten.

Daniel Neustädter, Bruder des Schalker Profis Roman, verschuldete erst einen Elfmeter, den Semih Yigit zum 2:0 verwandelte (50.), und leistete sich kurz danach ein Foul an Danny Radke, für das Schiedsrichter Armin Sieber ihm Rot zeigte (62.). Danach war die Partie gelaufen. „Der Dosenöffner war sicher der Elfmeter für uns. Danach haben wir schönen Fußball gezeigt“, sagte Gottwald.

Den hatte seine Mannschaft – zu Beginn dieselbe wie sieben Tage zuvor beim 1:1 gegen den SV Schermbeck – in der ersten Halbzeit nicht geboten. Stadtlohns Trainer Daniel Sekic hatte seiner Elf eine defensive Ausrichtung verpasst. Bis zur Mittellinie ließen die Gäste die HSV kommen. Das Hammer Spiel war zu statisch, zu unpräzise und zu sehr auf die Mitte konzentriert, um Schaden anrichten zu können. SuS-Torwart Christoph Fork war bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit hinein nahezu beschäftigungslos.

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - SUS Stadtlohn 4:0 

Auf der Gegenseite zeigten die Stadtlohner, warum Gottwald sie vor der Partie als „unangenehme Aufgabe“ bezeichnet hatte. Der baumlange SuS-Stürmer Marius Borgert bereitete der HSV-Abwehr bei schnellen Gegenangriffen immer wieder Probleme. Erst scheiterte er mit einem Schuss an Manuel Lenz (14.), nicht lange danach kam er nach einem schnell ausgeführten Freistoß gegen den Hammer Keeper einen Schritt zu spät (21.). Kurz darauf wehrte Lenz einen Lupf-Versuch von Andre van den Berg zur Ecke ab (22.). Das 0:1 lag in der Luft.

Doch das erste Tor der Partie fiel auf der anderen Seite. Und zwar wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Emre Demir drückte den Ball nach einem Doppelpass mit Hugo Magouhi mit der Brust zum 1:0 (37.) über die Linie. „Das Tor war unglücklich für uns. Wir hatten bis dahin keine Chance zugelassen“, sagte SuS-Trainer Daniel Sekic.

Von diesem Rückstand erholte sich seine Elf nicht mehr. Keine fünf Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Neustädter im Strafraum Danny Radke umtrat und Semih Yigit den Strafstoß zum 2:0 verwandelte. Mit dem 3:0 durch Magouhi (76.) erloschen auch die letzten Hoffnungen der Gäste auf ein sensationelles Comeback gegen jetzt abgeklärt spielende Hammer.

Ein leidlich gefährlicher 22-m-Freistoß von Innenverteidiger Jens Roßmöller war das einzige Lebenszeichen des SuS nach der Pause (80.). Anders die HSV: Radke (73.) und Demir (81.) hatten weitere Tore auf dem Fuß. Es traf aber nur noch Amadeus Piontek, der den Ball nach einem weiten Pass von Faysel Khmiri über Fork hinweg zum 4:0-Endstand ins Tor lupfte (85.).

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