HSV feiert 3:0-Sieg im Kellerduell gegen Schermbeck

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Torschütze Giacomo Serrone (links) und Emre Demir feiern den Treffer zum 2:0 gegen Schermbeck.

Hamm - Die Hammer SpVg hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Der Fußball-Oberligist bezwang am Mittwochabend den Tabellenvorletzten SV Schermbeck mit 3:0 (2:0) und baute damit seinen Vorsprung auf die Abstiegszone auf sieben Punkte aus. Trainer Ferhat Cerci war nach einer hart umkämpften zweiten Halbzeit heiser, aber glücklich: „Es war ein Sechs-Punkte-Spiel. Das war ganz, ganz wichtig für uns.“

Cerci hatte sich wie allseits erwartet für den zuletzt gelbrot-gesperrten Torjäger Hugo Magouhi in der Start-Elf und gegen dessen am vergangenen Sonntag gegen den TuS Ennepetal erfolgreichen Vertreter Durim Feta entschieden. 

Das zahlte sich bereits nach 127 Sekunden aus. Vor den Augen eines Scouts des Regionalligisten Rot Weiss Essen nutzte der Ivorer einen Pass des vor der Pause erneut starken Emre Demir eiskalt zum 1:0 (3.). 

Eine Viertelstunde später glänzte Magouhi als Vorbereiter. Er holte sich 30 Meter vor dem Schermbecker Kasten den Ball im Zweikampf, behauptete ihn und passte ihn schließlich nach einem Doppelpass mit dem allgegenwärtigen Demir zu Giacomo Serrone, der wenig Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen (17.).

Die Gäste versteckten sich zwar nicht, doch sobald der Abstand zum Hammer Tor auf ein gefahrliches Maß zu schrumpfen drohte, machte die HSV die Räume dicht. Die Gastgeber hatten das Geschehen bei der Oberliga-Premiere des neuen Kunstrasenplatzes unter Kontrolle. Allein mit der Chancenverwertung war Cerci nicht zufrieden. 

Denn Demir lupfte den Ball bei freier Schussbahn SV-Keeper Tim Krückemeier in die Arme (34.). Nur eine Minute entschied sich der nicht minder gut postierte Roman Maciejak nach Rückpass von Magouhi ebenfalls falsch. Sein unplatzierter Schuss war leichte Beute für Schermbecks Goalie. Der dritte Treffer wäre wohl die Entscheidung gewesen. Das ahnte auch Cerci: „Wir hätten 3:0 oder 4:0 führen müssen. Das haben wir nicht geschafft – und uns so das Leben selbst schwer gemacht.“

In der Tat. Denn nach der Pause wurde es kribbelig. Die HSV verlor unter dem funzeligen Flutlicht den Faden, während die kaum wieder zu erkennenden Gäste nun alles in die Waagschale warfen. In der Viertelstunde nach Wiederanpfiff schnürten sie die Gastgeber zeitweise sogar in deren eigener Hälfte ein. 

Semih Esen (48./Außennetz) und Tim Dosedal (60./knapp drüber) sorgten für große Gefahr – und einen starken Pulsanstieg bei Cerci. „Schermbeck hat 15, 20 Minuten richtig Druck gemacht. Es war wichtig, dass wir da kein Gegentor kassiert haben“, sagte der 34-Jährige nach einer zerfahrenen Phase mit vielen Unterbrechungen und etlichen gelben Karten.

In der 77. Minute hatte die HSV Glück, dass Schiedsrichter Christopher Schütter nach einem Zweikampf zwischen Damir Kurtovic und Dosedal nicht auf Elfmeter für den SVS entschied. 

Kurze Zeit später wurde Cerci dann erlöst. Zwar scheiterte Serrone zunächst an Krückemeier (81.), doch nur eine Minute später erhöhte Magouhi nach Vorlage des eingewechselten Feta auf 3:0. Die Chance zum 4:0 ließ der Mann von der Elfenbeinküste aus (87.).

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