Handball

ASV Hamm-Westfalen entzaubert Favorit Nordhorn

Überragende Leistung: Jan Pretzewofsky.
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Überragende Leistung: Jan Pretzewofsky.

Favoritensturz in der Westpress Arena: Nach berauschenden 60 Handballminuten entzauberte Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen den favorisierten Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen und fuhr vor 1116 Zuschauern am Ende einen ungefährdeten 35:30(19:14)-Sieg ein.

Die krankheitsbedingten Ausfälle der Trainingswoche wirkten sich beim ASV auch noch auf die Partie gegen de Nordhorner aus. Rechtsaußen Tim Wieling musste mit einem grippalen Infekt passen. Zudem waren auch Lars Kooij und Noah Moussa nicht dabei, die beide mit der zweiten Mannschaft das Derby in der 3. Liga bei der Ahlener SG spielten.

Während Nordhorn gegen die zu Beginn kompakt stehende ASV-Abwehr Probleme hatte und auch im Anspiel an den Kreis die Präzision vermissen ließ, agierten die Gastgeber in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss. Nach dem 2:2 zu Beginn legte das Lerscht-Team durch Marian Orlowski, Gerrit Genz sowie zwei Gegenstoßtreffer des enorm treffsicheren Pretzewofsky und Kapitän Fabian Huesmann einen blitzsaubere 4:0-Lauf zum 6:2-Zwischenstand hin (8.). Ein Führung, die sichtbar Sicherheit verlieh und Gästecoach Daniel Kubes gar nicht schmeckte. Der nahm früh seine erste Auszeit.

ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen

ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen 35:30
ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen 35:30
ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen 35:30
ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen 35:30
ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen

Besserung aus Sicht der Gäste gab es aber nur kurzzeitig. Zwar kam die HSG anschließend durch zweimal Robert Weber und Lasse Seidel zu drei einfachen Treffern zum 8:6 (14.). Doch Hamm ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und vergrößerte den Vorsprung in der Folge bis zur 23. Minute sogar auf fünf Tore - auch begünstigt durch zwei Zeitstrafen in der 19. Minute gegen die Gäste. Den Vorsprung verteidigten die Hausherren bis zur Pause geschickt - gegen eine zu hastig wirkende Gästemannschaft.

Wie im ersten Durchgang gelang den Hammern der erste Treffer. Marian Orlowski war erfolgreich - der ASV lag erstmals mit sechs Toren vorn. Und es kam noch besser für die Hammer und ihre Fans. Denn auch in der Folge hatte das Team der Gastgeber das Geschehen im Griff. Weil die Abwehr weiter sicher stand. Und weil im Angriff einfach alles klappte. Vor allem Jan Pretzewofsky hatte einen Sahnetag erwischt. Allein im ersten Durchgang hatte er bei sechs Treffern eine 100-prozentige Wurfausbeute, und nach der Pause knüpfte er daran an.

Getragen von der sicheren Führung bauten die Hausherren die Führung gar bis auf neun Tore aus (26:17/39.). Kaum jemand in der Halle glaubte jetzt, dass es noch einmal eng werden könnte. Auch nicht, nachdem der Vorsprung nach 44 Minuten und einem Tempogegenstoßtreffer durch Pavel Mickal wieder auf sechs Tore geschrumpft war. Die Gastgeber verloren zwar ab Mitte des zweiten Durchgangs ihre Konzentration und dadurch die Souveränität im Angriff - auf der anderen Seite blieb aber auch das Spiel der Gäste zu fehlerhaft, um den Rückstand noch entscheidend zu verkürzen.

So hatte er Sechs-Tore-Vorsprung auch acht Minuten vor dem Ende noch Bestand. Und als Gerrit Genz kurz darauf zum 32:25 traf, schienen selbst die Nordhorner Spieler nicht mehr an die Wende zu glauben. Zwar versuchten sie es in der Schlussphase noch einmal mit einer sehr offenen Deckung, enger wurde es aber nicht mehr.

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