Faustball der Spitzenklasse bei DM-Endrunde in Hamm

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Auf volle Tribünen hofft der HSC, der am Samstag und Sonntag die DM-Endrunde der Faustballer ausrichtet.

Hamm - Die Hochzeiten des Faustballs in Hamm gehören schon seit ein paar Jahren der Vergangenheit an. Und dennoch trifft sich am Wochenende die nationale Faustball-Elite in der Westpress-Arena, um in der Heimspielstätte des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen den neuen deutschen Hallen-Meister zu ermitteln.

„Da wird es Faustball der absoluten Spitzenklasse zu sehen geben“, sagt ein stolzer Christian Becker vom Hammer SC, Cheforganisator der Titelkämpfe, die am Samstag um 10.30 Uhr mit der offiziellen Eröffnung beginnen und am Sonntag ab 14.30 Uhr mit dem Finale ihren Höhepunkt finden.

Aus dem Norden haben sich der VfK Berlin, der TV Brettorf mit Christian Kläner, der schon bei den 2004 und 2006 in der Heessener Sachsenhalle ausgerichteten Meisterschaften dabei war, und der Ahlhorner SV qualifiziert. Aus dem Süden schafften der TSV Pfungstadt, der TV Schweinfurt-Oberndorf und der TV Vaihingen/Enz den Sprung zur Endrunde. Großer Favorit ist der TSV Pfungstadt, der in den vergangenen drei Jahren jeweils in der Halle triumphierte und in Hamm nun seinen vierten Titel einfahren will.

Überragender Spieler des TSV, der in der kompletten Bundesliga-Runde lediglich acht Sätze abgab, ist Patrick Thomas. Der derzeit beste Schlagmann der Welt führte nicht nur die Pfungstädter zu großen Siegen, sondern auch die deutsche Nationalmannschaft zuletzt zu zwei Weltmeistertiteln. „Aber auch die anderen Teams kommen mit einigen Nationalspielern, so dass in Hamm wirklich die besten Akteure Deutschlands zu sehen sein werden“, betont Becker, der darauf hofft, dass die Arena in Werries gut besucht sein wird und dass 1000 bis 1500 Zuschauer pro Tag auf den Tribünen sitzen werden. „Wir würden gerne die 3000-Marke knacken.“

Viel wird aber davon abhängig sein, ob der TV Brettorf und der Ahlhorner SV, die traditionsgemäß die meisten Fans mitbringen, die Vorrunde am Samstag überstehen. „Viele Zuschauer haben nur ein Ticket für den ersten Tag gekauft und warten dann ab, wie weit ihr Team kommt“, erklärt Becker, der am Wochenende mit einem Team von 150 bis 200 Leuten im Einsatz sein wird. Die HSC-Faustballer werden sich in erster Linie um den sportlichen Ablauf kümmern, aber auch aus anderen Abteilungen werden Vereinsmitglieder helfen, damit alles reibungslos vonstatten gehen wird.

Becker konnte sich aber auch in den vergangenen Tagen und Wochen schon nicht über mangelnde Arbeit beklagen. „Im Vergleich zu 2004 und 2006, als die Hallen-DM in der Sachsenhalle stattfand, sind die Anforderungen vom Verband viel, viel höher geworden“, erklärt er. „Faustball soll sich heutzutage professioneller darstellen. Daher ist zum Beispiel der finanzielle Aufwand viel größer. So soll die Endrunde zum Beispiel nicht mehr in einer Turnhalle, sondern in einer Veranstaltungshalle stattfinden.“

Hinzu kommt die Verbreitung der Titelkämpfe über die sozialen Medien. So wird die Endrunde per Livestream im Internet auf der Webseite www.sportdeutschland.tv übertragen. Dies bedeutet nicht nur eine Menge Arbeit und Mehrkosten für die Organisatoren, sondern birgt auch die Gefahr, dass Zuschauer weg bleiben. „Der eine oder andere denkt vielleicht, das kann ich ja zuhause gucken und muss nicht extra nach Hamm kommen“, sagt Becker, der sich dennoch riesig auf das Wochenende freut: „Da kommt eben die ganze Faustball-Familie Deutschlands zusammen. Das wird für alle eine tolle Sache.“

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