Handball

Südmeier als ASV-Lenker gegen seinen Ex-Klub

+
Stark gegen den Ex-Klub: Sören Südmeier.

Minden - Das „Sportmenue“ bekam dem GWD Minden diesmal nicht allzu gut, dem ASV Hamm-Westfalen dafür umso besser: Der heimische Handball-Zweitligist gewann am Samstag im Rahmen des traditionellen Testnachmittags, bei dem sich der ostwestfälische Bundesligist erstmals in der neuen Saison seinem Heimpublikum präsentierte, überraschend mit 36:31 (18:12). Kay Rothenpieler nahm das Resultat keineswegs euphorisch, aber doch zufrieden zur Kenntnis.

„Wir freuen uns, dass wir das Spiel gewonnen haben. Ich denke auch, dass wir uns phasenweise gut präsentiert haben“, sagte der ASV-Trainer. Mit einer aggressiven Deckungsarbeit legten die Hammer in den ersten knapp 25 Minuten den Grundstein für den späteren Erfolg. Rothenpieler hob zudem die gute Leistung von Felix Storbeck im Tor hervor. „Er hat einige freie Bälle pariert“, betonte der Coach. 

Umgekehrt geißelte Mindens Trainer Frank Carstens insbesondere die Abwehrleistung seines Teams als „enttäuschend“. Auf der GWD-Homepage bemängelte er körperliche Limits. „Wir haben über weite Strecken nicht die Energie aufgebracht, dagegen zu halten. Man hat gemerkt, dass der Tank allmählich leer war“, wurde Carstens zitiert. 

Folglich gelang es den Gästen, die im Rückraum mit Oliver Milde, Spielmacher Sören Südmeier und Stefan Lex zu Beginn ein erfahrenes Trio aufboten, schon zur Pause, sich bis auf 18:12 abzusetzen. Insbesondere der frühere Mindener Südmeier auf der Mitte überzeugte als Lenker im ASV-Spiel. „Er hat wirklich eine gute Partie gemacht“, lobte Rothenpieler, und auch Carstens musste eingestehen, der 27-Jährige sei „die zentrale Figur“ bei den Hammern gewesen.

 In Halbzeit zwei gab es jedoch einen Bruch beim Zweitligisten. Rothenpieler wechselte durch, beorderte etwa die jüngeren Mex Raguse, Vincent Sohmann und Jan von Boenigk in den Rückraum und registrierte, dass seine Sieben sich zu viele Gegenstöße fing. GWD arbeitete sich heran, verkürzte den Rückstand bis hin zum 20:23 (47.).

 Der Hammer Trainer reagierte, schickte einige seiner erfahreneren Akteure zurück aufs Feld. Auch Carstens zog noch einmal alle Register, brachte in der Schlussphase den siebten Feldspieler und stellte seine Abwehr offensiver ein. Dennoch brachte der ASV den Sieg über die Zeit.

 „Für die Motivation ist so ein Ergebnis sehr wichtig. Und es ist wichtig zu sehen, dass wir Fortschritte machen. Aber wir wissen auch, dass wir weiter hart an uns arbeiten müssen“, bilanzierte Rothenpieler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare