Torsten Skerra unterstützt Westfalia-Coach Michael Kaminski

Rhynern holt sich Verstärkung aus Lohauserholz für sein Trainerteam

Ungewohntes Bild: Torsten Skerra trug lange das Grün des TuS Germania Lohauserholz, nun arbeitet er im Trainerteam von Westfalia Rhynern.
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Ungewohntes Bild: Torsten Skerra trug lange das Grün des TuS Germania Lohauserholz, nun arbeitet er im Trainerteam von Westfalia Rhynern.

Der SV Westfalia Rhynern verstärkt sein Trainerteam. Torsten Skerra, dessen Vertrag beim Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz nicht verlängert worden war (der WA berichtete), wechselt zum Fußball-Oberligisten und wird Chefcoach Michael Kaminski sowie dessen „Co” Julian Stöhr in der Zukunft bei der Arbeit unterstützen.

Hamm – „Ich möchte in den nächsten Jahren in Rhynern sesshaft werden. Die Westfalia soll mein neuer Stammverein werden. Ich habe das Gefühl, dass da noch mehr passieren wird“, sagt der 49 Jahre alte Inhaber der Trainer-A-Lizenz.

Eigentlich war Skerra mit dem TuS eng verwurzelt. Doch aufgrund interner Probleme und Unstimmigkeiten endet die Zusammenarbeit nach der abgebrochenen Saison 2020/21. „Es war eigentlich nicht geplant, dass ich den Verein verlassen werde. Aber die Situation hatte sich dann verändert“, erklärt Skerra, der schon seit vielen Jahren immer wieder in Kontakt mit Andreas Kersting, dem Sportlichen Leiter der Westfalia, steht. Und Kersting war es auch, der nach Skerras Aus in Lohauserholz nachhakte – und sich dann mit dem Coach einig wurde.

Skerra wird in der kommenden Spielzeit noch für ein Jahr zusammen mit Jörg Fiebig die B-Junioren der Germanen trainieren, anschließend aber endgültig seine Zelte am Hahnenbach abbrechen. „Zuerst hatte mich dieser ganze Ärger beim TuS schon sehr mitgenommen. Aber mittlerweile ist die Vorfreude auf die neue Aufgabe in Rhynern deutlich größer als der Unmut“, stellt Skerra klar. „Ich bin wirklich froh, dass ich da mitwirken kann.“

Wiedersehen mit Di Vinti

In Rhynern soll er Kaminski und Stöhr bei deren Arbeit unterstützen, die kommenden Gegner beobachten oder auch mal einen interessanten Spieler genauer unter die Lupe nehmen. „Es ist ganz klar abgesprochen, dass Kami und Julian den Hut aufhaben und dass sie entscheiden, was sie mit meinen Informationen anfangen und wie sie mich in das Training mit einbinden“, sagt Skerra, der es auch als angenehm findet, dass bei der Westfalia – ähnlich wie er es aus Lohauserholz kennt – vor allem auf junge Akteure aus dem eigenen Verein oder aus der näheren Umgebung gesetzt wird. „Es geht auch darum, mit Leuten zu arbeiten, die Stallgeruch haben. Das kenne ich aus Hölzken, jetzt wird es eben nur auf einem höheren Niveau sein“, meint der Coach, der bei der Westfalia mit Gianliuca Di Vinti einen Schützling aus gemeinsamen Zeiten bei den Germanen wiedertrifft.

Die Verantwortlichen der Westfalia freuen sich über ihre Verstärkung im Trainerteam. „Wenn so ein gut ausgebildeter Coach wie Torsten auf dem Markt ist, muss man sich unterhalten. Wir haben sofort gemerkt, dass es passt – sowohl menschlich als auch sportlich“, sagt Kaminski und erklärt, warum ihm die Verstärkung gelegen kommt: „Julian und ich haben gemerkt, dass man bei uns Sachen wie Gegnerbeobachtung, Videoanalyse und auch Scouting optimieren kann, dass wir das alleine aber nicht leisten können, weil es zu zeitintensiv ist. Jetzt bekommen wir Torsten dazu, er wird uns sehr helfen. Denn sechs Augen sehen mehr als vier. Wir sind sehr froh, dass er den Weg mit uns gehen will.“

Auch Andreas Kersting begrüßt die nun vorgenommene Erweiterung des Trainerteams sehr. „Wenn man so jemanden bekommen kann, muss man zugreifen. Durch sein Fachwissen erhoffen wir uns von ihm eine Menge. Er ist definitiv ein Gewinn für uns“, sagt der Sportliche Leiter der Westfalia. „Wir haben einen großen Kader. Arbeit gibt es jedenfalls mehr als genug.“

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