Anne Müller freut sich auf Länderspiel in Hamm

+
Anne Müller

HAMM - Locker und gelöst schlendert Anne Müller nach der morgendlichen Trainingseinheit durch die Gänge des Hotels im Sport-Centrum Kaiserau. Hier fühlt sich die Handball-Nationalspielerin fast wie zuhause. Und hier bereitet sich das Frauenteam des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auf die Europameisterschaften in Kroatien und Ungarn vor – und auf die Generalprobe, die am Wochenende mit zwei Spielen gegen Rumänien am Samstag in Krefeld und am Sonntag in Hamm (15 Uhr/Westpress-Arena) ansteht.

Das Lächeln will Müller gar nicht mehr aus dem Gesicht weichen, so groß ist die Vorfreude auf die anstehenden Ereignisse. Und die Freude darüber, wieder bei einem großen Turnier zum Kreis der Nationalmannschaft zu gehören. Die Weltmeisterschaft 2013 verpasste die ehemalige ASV-Spielerin aufgrund einer schweren Knieverletzung (Innenbandabriss am Schienbeinköpfchen), erlitten im Oktober vor WM-Start. Erst am 22. Januar kehrte sie auf die Platte zurück. „Stärker als zuvor“, wie Heine Jensen lobend feststellt. „Anne ist für uns eine feste Größe“, sagt der Bundestrainer, der seit 2011 für die Mannschaft verantwortlich ist und für den es keine Frage war, dass die Kreisläuferin für den EM-Kader nominiert werden würde.

Ein Lob, das die mittlerweile 31-Jährige, deren Familie noch immer in Hamm zuhause ist, ebenso sehr freut wie die Tatsache, wieder im Kreis des Nationalteams zu sein. „Ich freue mich immer, bei der Nationalmannschaft zu sein – zumal wenn das Trainingslager in Kaiserau ist. Das kann ich dann ja auch mit einem Besuch zuhause verbinden“, sagt sie. „Und wenn man ein Jahr nicht dabei war, freut man sich um so mehr. Man ist aber auch ein bischen skeptisch – weil verletzen kannst du dich immer noch. Darum werde ich mich dann noch einmal um so mehr freuen, wenn wir wirklich in Kroatien sind.“

Wie schnell aus grenzenloser Vorfreude eine unendliche Traurigkeit werden kann, musste in dieser Saison erst Mannschaftsführerin Isabell Klein vom Buxtehuder SV erfahren. Die Rückraumspielerin zog sich einen Mitttelfußbruch zu und fällt für das Turnier aus. Doppeltes Pech für den Bundestrainer, dass auch der Einsatz der zweiten Linkshänderin im rechten Rückraum – Susann Müller – arg gefährdet erscheint. Müller – WM-Torschützenkönigin des vergangenen Jahres und wie Klein eine Stütze des deutschen Teams – zog sich einen Fingerbruch zu und hofft, noch rechtzeitig fit zu werden. „Das ist auf jeden Fall eine Schwächung“, sagt Anne Müller. „Aber wir hoffen, dass Susann noch fit wird. Vielleicht können wir sie auch mitnehmen, wenn sie am Anfang noch nicht spielen kann. Es wäre schon wichtig, wenn sie auf dem rechten Rückraum Torgefahr ausstrahlen würde.“ - güna

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare