Till Hornscheidt bleibt eine weitere Saison bei den HammStars

Till Hornscheidt (weißes Trikot) bleibt ein HammStar.
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Till Hornscheidt (weißes Trikot) bleibt ein HammStar.

Die HammStars arbeiten an ihrem Kader für die zweite Saison in der 1. Basketball-Regionalliga. Jetzt hat ein wichtiger Spieler für eine weitere Saison verlängert.

Hamm – Till Hornscheidt gehörte zum Nachwuchs des neuen Deutschen Meisters Alba Berlin, feierte zuvor mit 16 Jahren in Essen sein Debüt in der 2. Bundesliga Pro B und sollte sich nach einer schweren Verletzung in der Saison 2020/2021 bei den HammStars im TuS 59 Spielpraxis holen. Daraus wurden wegen des Corona-bedingten Abbruchs der Spielzeit in der 1. Regionalliga nur sechs Begegnungen. Nun hat der Verein Vollzug gemeldet. Das 20-jährige Talent wird auch in der kommenden Saison das Hammer Trikot tragen und wieder in das Leistungsprogramm von Kooperationspartner WWU Baskets Münster eingebunden werden.

Hornscheidt ist nach Jascal Knörig und Jason Fabek der dritte Bestandsspieler, der bei den HammStars für die kommende Saison verlängert hat. „Marsha (Owusu Gyamfi, Jugendkoordinatorin in Münster), Till und ich haben uns zusammengesetzt und es war eine schnelle Entscheidung von allen Seiten“, sagt HammStars-Trainer Ivan Rosic, und: „Ich freue mich sehr, dass er bei uns bleibt, denn er ist einer, der trotz seines jungen Alters Verantwortung übernimmt.“ Auch sein Ehrgeiz zeichne Hornscheidt aus: „Er will immer gewinnen“, weiß Rosic.

Der Hammer Trainer hatte den früheren Junioren-Nationalspieler im vergangenen Sommer von Lok Bernau (Brandenburg) geholt. Dort sollte Hornscheidt – von Alba Berlin an das Farmteam abgegeben – nach einem im Sommer 2018 erlittenen Kreuzbandriss eigentlich wieder Spielpraxis bekommen. Aber den damals 19-Jährigen zog es nach NRW zurück, um näher an seiner Heimatstadt Velbert zu sein. Rosic hatte ihn daraufhin als Spielmacher für die Eins verpflichtet, sieht Hornscheidt aber inzwischen eher als Shooting Guard. Auf dieser Position soll er in der kommenden Spielzeit verstärkt eingesetzt werden. „Er ist ein sehr guter Shooter. Da können wir seine Qualitäten besser nutzen, wenn wir ihn vom Spielaufbau entlasten. Wir bringen ihn in seine Komfortzone“, sagt Rosic.

Hornscheidt war bereits in den sechs Begegnungen der Abbruchsaison der beste Schütze der HammStars mit einem Durchschnitt von etwas mehr als 18 Punkten. Von Rosic bekam er in allen Begegnungen 30 und mehr Minuten Einsatzzeit. „Ich habe auf jeden Fall großes Vertrauen gespürt“, sagt der Spieler, „jetzt will ich mich weiter verbessern und das auch über 40 Minuten zeigen.“

Für Hornscheidt sei schnell klar gewesen, den eingeschlagenen Weg fortsetzen zu wollen. Am Anne-Frank-Berufskolleg in Münster will er im kommenden Sommer sein Abitur machen. „Für mich war klar, dass ich die Schule beende und weiter in der Nähe spielen werde. Ich habe mit Ivan gesprochen und der ließ mir keine andere Wahl. Ich fühle mich in Hamm wohl“, sagt Hornscheidt.

„Die Idee ist, dass der Junge Spielpraxis bekommt, in einen Rhythmus kommt und sich für Münster – oder wen auch immer – anbieten wird“, sagt sein Trainer. Wie viele andere leistungsorientierte Sportler hat sich Hornscheidt in der Pandemie mit viel Individual- und Krafttraining fit gehalten und „im Home-Gym viel an mir gearbeitet“. Dass es ein komplett verlorenes Jahr gewesen ist, sieht er daher nicht ganz so. „Nun will ich erst einmal wieder spielen und erfolgreich sein“, sagt Hornscheidt, und: „Ich hoffe, dass wir einen besseren Start haben werden als letzte Saison, als Team weiter wachsen und dass es für uns in Richtung Playoffs gehen wird.“ Das wäre ein perfektes Frühjahr 2022 für ihn: Nicht nur schulisch, sondern auch sportlich die Reifeprüfung zu bestehen.

Knörig, Fabek und Hornscheidt sollen nicht die einzigen Bestandsspieler sein, die bei den HammStars verlängern. Weiterer Vollzug soll in Kürze vermeldet werden. Ivan Rosic nutzt derweil jede Gelegenheit um zu sichten, bot am Freitag ein „Open Gym“ an. „Es gab erstaunlich viele Anmeldungen. Die 1. Regio reizt offensichtlich viele“, meinte der Trainer.

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