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Die große Chance für den SV Westfalia Rhynern

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Von: Patrick Droste

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Akhim Seber (links) und der SV Westfalia wollen nach dem verdienten 1:0-Sieg über die SG Wattenscheid 09 nur zu gerne in Paderborn das nächste Ausrufezeichen setzen.
Akhim Seber (links) und der SV Westfalia wollen nach dem verdienten 1:0-Sieg über die SG Wattenscheid 09 nur zu gerne in Paderborn das nächste Ausrufezeichen setzen. © Reiner Mroß/Digitalbild

Es ist die große Chance für den SV Westfalia Rhynern. Mit einem Sieg am Samstag (15.30 Uhr) im vorgezogenen Meisterschaftsspiel in der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga bei der U21 des SC Paderborn 07 kann die Elf vom Papenloh – derzeit auf Rang drei liegend – mit dem Spitzenreiter gleichziehen und ihrem Traum, nach 2017 zum zweiten Mal den Sprung in die Regionalliga zu schaffen, einen weiteren Schritt näherkommen.

Hamm – „Natürlich können wir auch die Tabelle lesen. Wir wollen aus Paderborn was mitnehmen. Danach haben wir noch drei Heim- und zwei Auswärtsspiele – da ist alles möglich“, stellt Trainer Michael Kaminski klar.

Dass die Westfalia in der Lage ist, auch beim spielstarken Nachwuchs des Zweitligisten groß aufzutrumpfen, hatte sie in der Hinrunde gezeigt, als sie durch drei Tore von Hakan Sezer bei den Ostwestfalen mit 3:0 gewann. „Aber das ist ein halbes Jahr her“, sagt Kaminski. „Man weiß nie, wer bei denen auf dem Platz stehen wird, das ist eine kleine Wundertüte. Das können wir nicht beeinflussen. Daher werden wir uns nur auf uns konzentrieren.“

Das ist den Rhyneranern in diesem Jahr bislang überaus gut gelungen. Lediglich beim Ligazweiten 1. FC Kaan-Marienborn kassierte der SV Westfalia eine knappe 2:3-Niederlage. Alle anderen Partien wurden gewonnen, wobei vor allem die beiden Siege zuletzt gegen den FC Gütersloh und die SG Wattenscheid 09 (jeweils 1:0) zum einen sehr wichtig für die Konstellation an der Tabellenspitze waren als auch andererseits dem Team viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegeben haben. „Wir haben gegen die zwei Topteams beide Male zu Null gespielt. Dadurch bekommt man noch mehr Sicherheit“, betont Kaminski.

Daher wollen die Rhyneraner auch in Paderborn wieder mutig und couragiert auftreten, aus einer kompakten und gefestigten Defensive über ein schnelles Umschaltspiel für viel Alarm vor dem gegnerischen Tor sorgen. „Nach den Ergebnissen der vergangenen Wochen muss jeder wieder sein Herz in die Hand nehmen“, fordert der Coach – wohl wissend, dass seine Schützlinge diese Vorgabe wohl wieder mit viel Leidenschaft umsetzen werden. Denn nach den drei Begegnungen gegen die Topteams der Liga wissen sie, wie Spitzenspiele anzugehen sind, worauf es in diesen engen Duellen auf Augenhöhe ankommt – und wie man am Ende als Sieger den Platz verlässt. „Diese Situation ist nichts Neues für uns. Es werden wieder Kleinigkeiten sein, die das Spiel entscheiden. Und wir hoffen, dass das Pendel erneut zu unserer Seite ausschlägt“, bestätigt Kaminski, der sich genauso wie seine Akteure auf die Partie beim Zweitliga-Nachwuchs freut. „Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, wir dürfen auf dem besten Rasenplatz der Oberliga spielen und sind selbst in Topform – es ist also alles angerichtet“, meint er. „Wir fahren jedenfalls mit einem guten Gefühl nach Paderborn und haben richtig Bock auf diese Begegnung.“

Welche Formation am Samstag bei der U21 des SC Paderborn auflaufen wird, wollte Michael Kaminski im Vorfeld des Spitzenspiels nicht verraten. Doch großen Grund, seine Mannschaft nach dem verdienten 1:0-Heimsieg über den früheren Bundesligisten SG Wattenscheid 09 zu ändern, hat der Trainer des SV Westfalia Rhynern nicht. Fest steht zumindest, dass ihm der gleiche Kader wie am vergangenen Sonntag zur Verfügung stehen wird. Nur der langzeitverletzte Lennard Kleine sowie Finn Schubert und Brian Wolff müssen erneut passen. 

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