Wie erwartet: Wortmann trainiert Westfalia Rhynern

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Neuer Trainer des SV Westfalia Rhynern: Holger Wortmann.

Hamm - Letztlich war es keine große Überraschung. Eher nur noch eine Formalie, als Alf Dambrowsky am Dienstag offiziell verkündete, dass Holger Wortmann anstelle von Marko Schott der neue Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern und damit Nachfolger des im Sommer zum SC Wiedenbrück wechselnden Björn Mehnert wird. „Nach der Sache mit Marko Schott konnten wir uns nicht die Blöße geben, wieder eine falsche Entscheidung zu treffen. Holger hat uns alle restlos begeistert und uns überzeugt, wie es funktionieren wird. Das macht richtig Bock mit ihm“, stellte der Sportdirektor des SV Westfalia unmissverständlich klar.

Am Donnerstag, Samstag und am Montag nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Lippstadt 08 hätten die Rhyneraner Verantwortlichen mit Wortmann zusammen gesessen, hätten die Details der Zusammenarbeit besprochen und gleichzeitig auch schon die Kaderplanung für die kommende Saison vorangetrieben. „Wir hätten uns viel Ärger erspart, wenn wir von Anfang an auf ihn gesetzt hätten“, sagt Dambrowsky. „Es ist unglaublich, wie er brennt und über was für ein Netzwerk er verfügt.“ Hinzu komme laut Dambrosky die Art, wie Wortmann sein Gegenüber für eine Sache begeistern und mitnehmen könne. „Das war ja eines der Themen in den vergangenen zehn Wochen mit Marko Schott, dass wir in der Kaderplanung nicht weiterkamen. Wir können hier nicht mit Geldscheinen wedeln, sondern brauchen jemanden, der die Spieler begeistern und überzeugen kann, hier bei uns am Papenloh aufzulaufen. So einen haben wir derzeit mit Björn Mehnert. Und so einen haben wir in der Zukunft mit Holger Wortmann“, sagt Dambrowsky, der auch gleich verriet, dass die Zusammenarbeit erste Früchte trägt.

Die sportliche Leitung der Westfalia hat in Zusammenarbeit mit Wortmann den Vertrag mit Innenverteidiger Adrian Cieslak um ein weiteres Jahr verlängert. Zuvor hatten schon Alexander Hahnemann, Jan und Lennard Kleine, Michael Wiese, Salvatore Gambino und Tim Neumann ihre Zusage gegeben. „Das geht jetzt wieder alles in die richtige Richtung. Wenn wir unseren Plan umsetzen und es so weitergeht, dann können wir den Rückstand auch schnell wieder aufholen“, meint Dambrowsky.

Auch Wortmann gibt zu, dass die Westfalia in Sachen Kaderplanung derzeit noch ein wenig hinterher hinken und dass in dieser Beziehung einiges an Nachholbedarf bestehen würde. „Wir müssen Gas geben“, betont der 49-jährige Fußball-Lehrer, der in Hamm bei der Arbeitsagentur beschäftigt ist und der bei seinen zahlreichen Trainerstationen wie SV Lippstadt 08, FC Gütersloh, Hammer SpVg, Westfalia Herner, Wuppertaler SV oder auch Union Berlin genug Erfahrung gesammelt hat, um mit so einer Situation umzugehen. „Wir müssen mit den Spielern aus dem bisherigen Kader genauso sprechen wie mit potenziellen Neuzugängen“, sagt Wortmann, der die positive Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Jahren unter der Regie von Mehnert weiter fortführen möchte.

Zumal er damit rechnet, dass die Oberliga in der kommenden Saison durch starke Aufsteiger wie eventuell TuS Haltern und Westfalia Herne sowie Absteiger wie TSG Sprockhövel, Sportfreunde Siegen und RW Ahlen vom Niveau her noch einmal zulegen wird. „Sicher müssen sich in der kommenden Spielzeit bei uns Trainer und Mannschaft erst einmal aneinander gewöhnen und die Automatismen müssen sich neu einspielen. Aber ich kenne die Liga. Und ich kenne den Verein, wir haben überhaupt keine Berührungsängste. Daher bin ich mir sicher, dass wir als Team diese Herausforderung meistern werden. Wenn wir alle Kräfte bündeln, werden wir das hinbekommen. Denn ich sehe mich in Rhynern als Teamplayer“, erklärt Wortmann, der sich trotz seines kurzfristigen Einstieg beim SV Westfalia nach eigener Aussage „sehr freut“ auf diese Herausforderung: „Das ist eine schwierige, aber auch sehr interessante Aufgabe.“

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