Erstklassige Testspiel-Gegner für den ASV

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Steht mit dem ASV vor Testspielen gegen die Erstligisten N-Lübbecke und Gummersbach: Trainer Kay Rothenpieler.

HAMM - Die Grundlagen haben die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen im Trainingslager auf Fuerteventura gelegt – jetzt geht es in der zweiten Vorbereitungsphase auf den am 5. Februar mit der Partie beim VfL Bad Schwartau beginnenden zweiten Teil der Saison um den taktischen und spielerischen Feinschliff.

Die Testspiel-Gegner des Teams von Trainer Kay Rothenpieler sind erstklassig: Am Mittwoch empfängt der ASV den TuS N-Lübbecke (19.30 Uhr), am Freitag geht es zum VfL Gummersbach (18.30 Uhr).

Die Begegnung gegen N-Lübbecke ist für Rothenpieler eine Reise in die gar nicht so weit zurückliegende Vergangenheit. In der Westpress Arena kann der ASV derzeit nicht trainieren, da dort die Studierenden der Hochschule Hamm-Lippstadt ihre Klausuren schreiben.

Also empfängt der Zweitligist das Team aus Ostwestfalen in der Halle des Stein-Gymnasiums – dort also, wo der ASV bis zur Fertigstellung der benachbarten Arena im Sommer 2008 zuhause war. „Das ist ein bisschen eine Rückkehr in die alten, schönen Zeiten. In der Stein-Halle war immer eine riesengeile Stimmung. Schon eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff war die Halle voll“, erinnert sich Rothenpieler. Über ein ähnliches Interesse an der Partie gegen N-Lübbecke würde er sich freuen.

Allzu sehr in Erinnerungen schwelgen will er jedoch nicht. Dafür bleibt in der eng getakteten Vorbereitung gar keine Zeit. In der kommenden Woche geht es weiter mit einem viertägigen Trainingslager in der Sportschule Kaiserau mit einem Testspiel am Donnerstag in Solingen beim Bergischen HC als Abschluss.

Erschwerend hinzu kommt das Improvisieren durch die bis Ende des Monats belegte Westpress Arena. „Die jetzige Situation ist sicherlich nicht optimal, denn natürlich trainieren wir lieber in unserer eigenen Halle. Aber alle Beteiligten bemühen sich, und auch das Stein-Gymnasium ist sehr behilflich, uns Freiräume in seiner Halle zu verschaffen. Wir müssen uns auch mit der zweiten Mannschaft und der A-Jugend absprechen und schauen: Wer geht wann in welche Halle“, sagt Rothenpieler. Die beiden Abschlusseinheiten vor der Partie in Bad Schwartau können die ASVer wieder am angestammten Ort absolvieren.

„Im ersten Pflichtspiel müssen wir gleich hellwach sein. Bis dahin ist es nicht mehr so lang. Wir haben auf Fuerteventura sehr gut und hart an der Physis gearbeitet, die Jungs sind gut drauf – aber jetzt müssen wir schnell in den Spielrhythmus kommen“, sagt Rothenpieler mit Blick auf die Tests gegen den Bundesliga-13. N-Lübbecke und den Siebten Gummersbach.

Wie die Partien ausgehen, ist dem ASV-Coach nicht über die Maßen wichtig. Wichtig ist ihm, dass die Abwehrarbeit, das Angriffsverhalten und der Einsatz seiner Spieler stimmen.

„Wir wollen diese Partien nutzen, um uns weiterzuentwickeln. Die Jungs sollen die Leidenschaft zeigen, die sie in der Hinrunde stark gemacht hat. Es macht ja grundsätzlich Spaß, gegen Erstligisten zu spielen“, fordert Rothenpieler, der neben den beiden verletzten Marian Orlowski (Kreuzbandriss) und Jakob Macke (Fingerverletzung) auf Ondrej Zdrahala verzichten muss, der zurzeit mit dem tschechischen Nationalteam bei der Weltmeisterschaft in Katar aktiv ist.

Aus diesem Grund werden auch der TuS N-Lübbecke und der VfL Gummersbach nicht mit ihrem besten Kader antreten können. „Der eine oder andere wird sicherlich fehlen. Aber in der Vorbereitung ist es grundsätzlich schwer zu sagen, wer dabei ist und wer nicht. Jedes Team versucht, sein Spiel durchzusetzen. Das wollen wir auch“, sagt Rothenpieler und hofft auf gute Auftritte seiner Spieler.

Denn: „Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Meisterschaft gehen“ sagt der Coach, auch wenn er weiß, dass das allein keine Garantie für Erfolg ist. „Im Sommer haben wir eine wirklich gute Vorbereitung gespielt und damit Erwartungen geschürt, die wir dann nicht immer erfüllen konnten.“ - sst

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