Rollhockey

Erster Matchball für SK Germania Herringen gegen Remscheid

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Will den vierten DM-Titel einfahren: Lucas Karschau.

Die Vorlage zur vierten Deutschen Meisterschaft haben die Spieler des SK Germania Herringen mit dem 7:4-Erfolg im ersten Play-off-Finale bei der IGR Remscheid selbst gegeben. Am Samstag (15.30 Uhr/Glückauf-Sporthalle) will das Team um Kapitän Lucas Karschau nun den ersten Matchball verwandeln.

Hamm – Die letzten Trainingseinheiten vor dem alles entscheidenden Wochenende waren für Lucas Karschau nicht groß anders als jede Einheit während der Saison. „Du weißt, dass es die letzten Tage vor der Entscheidung sind“, sagt der Kapitän des deutschen Rollhockey-Meisters SK Germania Herringen. „Daher ist die Anspannung vielleicht nicht so wie in der Vorrunde, wo du auch schon mal ein Spiel verlieren konntest. Aber eigentlich ist es im Training wie immer. Wir wissen ja, wofür wir das die ganze Saison über getan haben.“

‘Business as usual‘ also für Karschau, der in Sachen Deutsche Meisterschaft eine gewisse Routine angesammelt hat. Drei Mal wurde der SK Germania in seiner Vereinsgeschichte Deutscher Meister im Rollhockey, drei Mal jubelte am Ende Karschau mit der Mannschaft – 2013, 2014 und 2018. Die Lust auf den vierten Titel ist beim 26-Jährigen allerdings genauso groß wie sie es beim ersten war. „Ich bin genauso motiviert“, versichert der Nationalspieler. „Und wir haben mit Christoph Rindfleisch und Milan Brandt ja auch zwei Spieler in der Mannschaft, die noch nie Deutscher Meister geworden sind. Daher wäre es auch dieses Mal wieder etwas Besonderes, am Ende Meister zu werden. Und wir hätten am Ende den Titel verteidigt – das schafft nicht jeder.“

Meistertitel bedeutet Qualifikation für die Champions League

Dass der Titelgewinn zudem gleichzeitig die Qualifikation für die Teilnahme am europäischen Meisterwettbewerb bedeutet, dürfte die Rollen der Herringer Spieler noch ein wenig schneller werden lassen. Denn beim Wort Champions League bekommt auch Lucas Karschau noch immer leuchtende Augen. „Da wollen wir unbedingt wieder hin“, versichert er. „Denn es gibt nichts Schöneres, als sich mit den besten Mannschaften in Europa zu messen.“

Bis es soweit ist, wartet allerdings noch viel Arbeit auf die Herringer. Und ein Gegner, der durchaus unangenehm zu spielen ist und weiß, wie der SK Germania zu bezwingen ist. „Das wird nicht so einfach“, weiß der SKG-Kapitän. „Remscheid hat ja schon gezeigt, dass ess uns schlagen kann.“

Vor allem die Konterstärke der Gäste müssen die Herringer ausschalten, wenn sie erneut als Sieger vom Feld fahren wollen. „Das ist eine junge, schnelle und sehr spritzige Mannschaft“, ist Remscheid für den Herringer das neben dem SKG stärkste Team der Saison. „Denen dürfen wir nicht ins offene Messer laufen.“

Vier Nationalspieler bei den Gästen

Gefährlich im IGR-Team ist vor allem Yannick Peinke – einer von vier Nationalmannschaftskollegen Karschaus. Der Remscheider wurde mit 30 Treffern Torschützenkönig der Liga und verwies Lucas Karschau damit auf Platz zwei (24). Weitere IGR-Akteure, die den Adler auf der Brust tragen, sind Alexander Ober, Daniel Strieder und Torhüter Jonas Langenohl.

Dass sich Remscheid nach der 4:7-Niederlage aus dem Hinspiel noch nicht aufgegeben hat, steht für Karschau genauso fest wie die Tatsache, dass auf ihn und seine Teamkollegen ein heißer Tanz wartet, der mit einer gesunden Härte geführt wird. Das mussten in Remscheid die Herringer Robin Schulz (Oberschenkel), Kevin Karschau (Arm und Oberschenkel) sowie Christoph Rindfleisch (Auge) schmerzhaft erfahren, die aber zur Freude von SKG-Trainer Christian Zarod alle drei im Training nicht pausieren mussten. „Ich gehe davon aus, dass sie spielen werden“, sagt Lucas Karschau, der erneut von einem großen Kampf ausgeht. „Ein Finale sollte ja nicht larifari sein“, sagt er. „Das wissen wir und haben das im Hinspiel auch gemerkt. Wir wissen, was auf uns zukommt.

Auf die Spannung eines dritten und entscheidenden Spiels, das am Sonntag um 15.30 Uhr in Herringen stattfinden würde, kann Karschau gut verzichten. „Es wäre super, wenn wir es im ersten Spiel klar machen. Samstags feiert es sich besser“, weiß er. „Denn am Montag müssen die meisten wieder arbeiten.“

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