Große Erleichterung bei HSV nach 3:1 gegen Bielefeld

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Emre Demir schießt zum 1:0 für die Hammer SpVg gegen die Bielefelder Reserve ein.

Hamm - Laut Ferhat Cerci, Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg, waren es riesige Steine, die ihm am Donnerstagabend nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg vor 282 Zuschauern in der Evora Arena gegen die Reserve des DSC Arminia Bielefeld vom Herzen fielen. „Manchmal muss man sich das Quäntchen Glück, das man benötigt, auch hart erarbeiten. Das ist uns diesmal gelungen.“

In ein paar Wochen wird niemand mehr darüber reden, dass erst ein Eigentor des Bielefelder Marcel Lücke den ersten Sieg der HSV im Jahre 2016 einleitete und den Rot-Weißen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schenkte. „Das war ein sehr wichtiger Erfolg, aber lediglich ein erster Schritt“, meinte David Odonkor. 

Der Sportliche Leiter forderte die Spieler auf, jetzt keineswegs nachzulassen. Schon am Montag steht die nächste Aufgabe um 15 Uhr im Heidewaldstadion beim FC Gütersloh an. „Dann müssen wir nachlegen“, meinte der Ex-Nationalspieler.

Der sah eine sehr ordentliche erste Hälfte der Hammer Mannschaft, die die zweite Garnitur der Bielefelder eigentlich gut im Griff hatte. Schon nach sechs Minute hätte Emre Demir nach Zuspiel von Hugo Magouhi den Führungstreffer erzielen können, doch er legte sich den Ball zu weit vor und scheiterte an Arminias Schlussmann Nikolai Rehnen. 

Fußball-Oberliga: HSV schlägt Bielefeld ll mit 3:1

Erst nach 32 Minuten kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Hammer Tor, doch Almir Kasumovic verfehlte mit einem Distanzschuss das HSV-Gehäuse knapp. Wenig später dann die verdiente Führung für die Rot-Weißen. Demir umspielte an der Strafraumgrenze gleich zwei Bielefelder, schob anschließend den Ball platziert zum 1:0 (39.) ins untere, rechte Eck ein. Der knappe Pausenvorsprung entsprach durchaus dem Spielverlauf.

Unverständlich, dass die Hammer zu Beginn des zweiten Durchgangs in der Defensive jegliche Ordnung verloren und förmlich um den Ausgleich bettelten. „Darüber wird nach zu reden sein“, ärgerte sich auch Ferhat Cerci über die Nachlässigkeiten. „Die Mannschaft muss die Konzentration über 90 Minuten hochhalten.“ 

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Glück für die HSV, dass die Bielefelder in dieser Phase nur zum 1:1 kamen. Kasumovic verwandelte einen Foulelfmeter (70.), den Amadeus Piontek an Benjamin Kraft verschuldet hatte. Piontek hatte allerdings schon zuvor bei einem Kopfball von Orkan Tosun (51.) auf der Linie gerettet. Zweimal reagierte zudem Hamms Schlussmann Dimitar Nikolov bei Schüssen von Aytürk Gesim und Kasumovic glänzend.

Immerhin erholten sich die Platzherren schnell von diesem Schock und suchten selbst wieder den Weg nach vorn. Und wurden diesmal auch belohnt. Nach einer Rechtsflanke von Magouhi fälschte Marcel Lücke den Ball unhaltbar für DSC-Torhüter Rehnen zum 2:1 (79.) ins eigene Netz ab. Und die HSV setzte entschlossen nach. Zwei Minuten später sorgte Magouhi mit seinem 13. Saisontreffer nach glänzender Vorarbeit von Semih Yigit und Demir für den 3:1-Endstand. Kurz vor Schluss hatte Magouhi nach einer Linksflanke von Giacomo Serrone einen weiteren Treffer auf dem Fuß, doch er scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Rehnen.

Erst am Ende der Partie konnte der zuvor sehr angespannt wirkende Hammer Trainer so richtig jubeln. „Ich freue mich ansonsten immer ausgelassen über jedes Tor, doch diesmal habe ich mich zurückgehalten, weil ich wusste, dass es eng werden würde“, meinte Cerci.

Pech für die Gastgeber, dass Yüksel Terzicik umknickte und nach 54 Minuten verletzt vom Feld musste. Sein Einsatz am Ostermontag in Gütersloh ist fraglich.

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