Serie gerissen: Frust bei Rhynern nach 0:2 in Beckum

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Lennard Kleine musste nach einem Schlag auf den Fuß zur Pause in der Kabine bleiben.

Beckum -  Acht Spiele hatten sie in Folge gewonnen, waren die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Oberliga – doch beim SC Roland Beckum riss am Sonntag Nachmittag die beeindruckende Serie des SV Westfalia Rhynern.

Verdient mit 0:2 (0:1) verloren die Kicker vom Papenloh auf dem Kunstrasenplatz an der Vorhelmer Straße und schoben nach dem Abpfiff eine Menge Frust. „Nach unseren Siegen haben wir wohl gedacht, das geht mal so eben. Aber wir können nur Spiele gewinnen, wenn jeder bis zum Anschlag arbeitet. Für unseren Anspruch war das zu wenig, was wir gezeigt haben“, schimpfte Mannschaftskapitän Dustin Wurst. Und Trainer Björn Mehnert schob hinterher: „Wir hätten hier gewinnen können, denn unser Gegner war keine Übermannschaft. Aber uns haben die Frische und die Handlungsschnelligkeit gefehlt. Wir haben als Mannschaft zu wenig investiert.“

Zwar doch mit Robin Hoffmann und Salvatore Gambino, dafür aber ohne den verletzten Thanh-Tan Tran und den erkrankten Cihad Kücükyagci hatten die Rhyneraner auskommen müssen. Und diese beiden Ausfälle in der Schlatzentrale des Westfalia-Spiels konnten die Gäste nicht auffangen. Das bestätigte nach dem Abpfiff auch Mehnert: „Es war erkennbar, dass wir die Ausfälle nicht kompensieren konnten. Gerade Thanh hätte uns sehr gut getan, er hätte für Ordnung und Torgefahr gesorgt.“

So aber war von Gefahr auf Seiten der Rhyneraner kaum etwas zu erkennen. Lediglich ein Weitschuss von Gambino, der nach einer Ecke aus 18 Metern abgezogen und nur den Pfosten getroffen hatte, hatte die Beckumer Defensive kurzzeitig aufschrecken lassen (35.). Mehr brachte der Angriff der Gäste nicht zustande. Entweder agierten die Stürmer zu umständlich oder es fehlte ihnen an der nötigen Unterstützung aus dem Mittelfeld, wo die Rhyneraner in der Zentrale einfach nicht präsent genug waren und den Beckumern zu viel Raum ließen.

So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste vor der Pause den ersten Treffer markierten. Nach einer feinen Kombination über Sotirios Stratacis und Michael Krahn schoss Rene Wessels zum 1:0 ein (39.). Als dann in der Pause auch noch Lennard Kleine, mit 16 Treffern Rhynerns torgefährlichster Offensivspieler, mit einer Fußprellung in der Kabine bleiben musste, lief im zweiten Durchgang im Offensivspiel überhaupt nichts mehr zusammen.

Keine einzige Torchance kreierten die Gäste nach dem Wechsel, die wenigen Flanken landeten entweder im Niemandsland oder blieben in der aufmerksamen Deckung der Beckumer hängen. „Wir haben den Gegner gut laufen lassen, sind vorne früh drauf gegangen und hätten, wenn wir es etwas cleverer angestellt hätten, auf 3:0 oder 4:0 hochgehen können“, stellte Roland-Coach Carsten Droll später klar.

So sorgten die Beckumer nur noch für den 2:0-Endstand. Als Tim Neumann an der Mittellinie ein dicker Patzer unterlief und er als letzter Mann gegen Lars Schröder das Spielgerät verlor, lief der Angreifer ungehindert Richtung Rhyneraner Tor und legte dann quer zu Wessels, der keine Mühe hatte, seinen zweiten Treffer zu erzielen (70.). Zu allem Überfluss mussten die Gäste dann auch noch die Partie mit neun Feldspielern beenden.

Nachdem Mehnert bereits dreimal gewechselt und sein Kontingent damit ausgeschöpft hatte, verletzte sich Wurst ausgerechnet an seinem 32. Geburtstag an der Wade und musste die letzten Minuten von der Bank aus verfolgen. „Jetzt werden wir uns einmal kräftig schütteln und versuchen, wieder eine neue Serie zu starten“, betonte Mehnert und richtete den Blick direkt nach der Partie Richtung kommende Aufgaben.

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