Fußball

Erneuter Unmut über Schiedsrichter Decker-Törö

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Im Fokus: Daniel Decker-Törö

An Schiedsrichter Daniel Decker-Törö scheiden sich auch in der neuen Saison die Geister. Der erste Spieltag war noch nicht abgepfiffen, da hatte sich der Unparteiische auch bei der SG Isenbeck nachhaltig bekannt gemacht.

Hamm - Bislang hatten die Spieler des C-Kreisligisten noch keine Erfahrung mit dem 35-Jährigen, der seit 2008 im Fußballkreis Unna-Hamm pfeift, gemacht. Das sollte sich am Sonntag zum Saisonauftakt mit der Begegnung beim VfL Mark III ändern. 

„Die Mannschaft hat nur über die launischen Entscheidungen gelesen und kannte diesen Skandal-Schiedsrichter nicht, trotzdem wurden alle eingestimmt nicht aufzufallen“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins nach dem 3:3 auf dem Kunstrasenplatz an der Realschule Mark. „Doch das sollte uns nicht helfen, denn dieser Schiedsrichter ist eine Schande für den Sport.“

Wie so oft war die Partie lange Zeit unauffällig über die Bühne gegangen – auch wenn die Gäste bis zur 60. Minute (Spielstand: 1:3) bereits einige „umstrittene Gelbe Karten“ (drei gegen die SG) monierten. „Nach einem normalen Zweikampf zückte der Schiedsrichter sofort Rot. Alle waren fassungslos, wie man so was machen kann; sogar die Gegner wussten nicht was los war“, heißt es weiter auf der SG-Seite. 

"In Ringermanier zu Boden gerissen"

Was sich im Spielbericht Decker-Törös allerdings anders liest. Dort begründet der Unparteiische den Platzverweis als Tätlichkeit, die der SG-Spieler mit der Nummer 17 (Kritsana Khorsinklang) begangen habe, indem er seinen Marker Kontrahenten „in Ringermanier zu Boden“ riss. In der Folge gab es noch zwei Ampelkarten gegen die Isenbecker – wegen Meckerns (76.) und gegen einen Betreuer in der Schlussminute. Gesamtbilanz: Eine Rote und zwei Gelb-Rote Karten sowie fünf Gelbe gegen die Gäste, einmal Gelb gegen Mark.

Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, räumte zerknirscht ein, dass kein Schiedsrichterbeobachter vor Ort gewesen sei, obwohl es ursprünglich geplant war, vorerst alle Partien mit Beteiligung Decker-Törös zu begleiten. „Ich habe vergessen, jemanden anzusetzen“, sagte Perschke. „Er war zum Ende der vergangenen Saison eine Zeit lang krank. Daher ist mir das jetzt durchgegangen.“

Mit Tim Christoph Hojka war zumindest ein ehemaliger Schiedsrichter vor Ort. Der spielte ab der 46. Minute im Trikot des VfL Mark, verstand zwar „den Frust der Gäste“, wollte sich aber nicht näher zum Geschehen äußern. „Tendenziell halte ich da zu meinem ehemaligen Schiedsrichter-Kollegen, möchte aber keine Aussage tätigen“, sagte er. Decker-Törrö hielt es auf WA-Nachfrage ebenso.

Unter dem Strich steht der im Internet entladene Frust der Isenbecker: „Schiedsrichter Daniel Decker-Törö ist eine Zumutung für den Fußball und gehört definitiv aus dem Verkehr gezogen“, heißt es da – keine Basis für eine innige Freundschaft

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