Rhynerns Trainer Mehnert nach 0:5-Klatsche bedient

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Philipp Hanke ließ diese große Chance zum Anschlusstreffer für Rhynern aus.

ERNDTEBRÜCK - Der SV Westfalia Rhynern erlitt im Spitzenspiel beim TuS Erndtebrück einen herben Dämpfer im Kampf um die vorderen Plätze in der Oberliga Westfalen. Im Verfolgerduell gewannen die Gastgeber mit 5:0 (4:0) und tauschten mit Rhynern den Platz in der Tabelle.

Dabei hätte der neue Zweite aus Erndtebrück sogar noch höher gewinnen können. So sah es auch Rhynerns Trainer Björn Mehnert: „Es war ein wunderschöner Sommertag im Oktober, wenn nur die 90 Minuten nicht gewesen wären. Das 5:0 gegen war sogar noch zu niedrig.“

Mehnert war richtig bediente, nachdem seine Mannschaft bereits in den ersten zehn Minuten zwei Mal patzte. Beim 1:0 leisteten Christoph Hunnewinkel und Markus Maier Vorarbeit für den Treffer von Philipp Böhmer. Maier wollte per Kopf zu seinem Torwart klären, der Ball war jedoch zu hoch angesetzt für den weit vor dem Tor stehenden Hunnewinkel, so dass er nur die Fingerspitzen dran hatte. Böhmer schnappte sich den Ball und schob ein (5.). Zwei Minuten später bediente Böhmer Markus Waldrich, der im Fünfmeterraum lauerte und freistehend auf 2:0 erhöhte.

Wiederum zwei Minuten danach hatte Rhynerns Torjäger Philipp Hanke den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei ins Aus. Waldrich hatte die nächste gute Szene für Erndtebrück. Doch sein eigentlich sicherer Torerfolg wurde von dem im Abseits stehenden Jan-Patrick Kadiata noch über die Linie gedrückt, so dass der Treffer nicht zählte (14.). „Da hatte ich noch die Befürchtung, dass sich das vielleicht rächt“, meinte Heimtrainer Florian Schnorrenberg nach der Begegnung. Doch dem sollte nicht so sein. Der TuS stellte mit einem weiteren Doppelschlag vor der Pause die Weichen auf Sieg. Der Japaner Tokia Nakai war in der 34. und 36. Minute zur Stelle. Wieder sah Rhynerns Abwehr nicht gut aus. „Alle Tore fielen nach individuellen Fehlern. Die Gesamtleistung war eines Fußballspiels nicht würdig“, ärgerte sich Mehnert, der bereits vor der Pause seine Innenverteidigung mit David Schmidt und Markus Maier austauschte. Neben dem eingewechselten Max Wagener rückte Felix Bechtold nach hinten. Doch wesentlich sicherer wurde die Rhyneraner Abwehr dadurch auch nicht.

Die Westfalia profitierte eher davon, dass Erndtebrück im zweiten Durchgang etwas Tempo raus nahm. Allerdings gelang nach einem Eckstoß von Böhmer dem eingewechselten Benjamin Thorbeck noch das 5:0 (55.). Der überragende Böhmer hätte seine Leistung vor 200 Zuschauern in der Pulverwaldkampfbahn noch krönen können. Doch sein Freistoß in der 80. Minute landete an der Latte. Für Rhynerns Trainer Mehnert heißt dagegen nun, „den Schalter umzulegen. Es ist eine Frage, wie man sich auf so ein Spiel vorbereitet. Im Fußball ist es wie im Leben. Man muss sich alles hart erarbeiten. Die Jungs müssen lernen, mit Erfolg umzugehen. Wenn man nicht hart weiterarbeitet, geht es schnell wieder nach unten.“ - ps

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